Montevideo und wie bekommt man das Wohnmobil aus dem Hafen

15.02. bis 18.02.2020

Zufällig sind wir genau am Wochenende eines Karnevalsumzugs in Montevideo angekommen. Die Straße des Umzugs war nur zwei Blocks von unserem Hotel entfernt und somit stand das Abendprogramm fest. Beim Mittagsimbiss haben wir von einem Montevideanos noch den Tip bekommen früh hinzugehen denn es soll voll werden. Also sind wir schon mal am Nachmittag die Strecke sichten damit wir Abends dann wissen wo wir hinstehen.

Letzte Vorbereitung für den Karnevalsumzug
Es wird extra noch die Straße gestrichen !

Am Sonntag wurden wir von Bernd und Charlotte zur Sightseeingtour von Montevideo abgeholt. Erstes Ziel war das Fortaleza auf einem Hügel gegenüber der Altstadt. Von dort hat man einen schönen Blick über den Hafen und die Altstadt …. und was sehen wir da noch im Hafen? 🤗 Ob unser LKWle schon entladen wurde?

Immer noch im Hafen „Grande Argentina“
Che Guevara und ich 😀

Dann sind wir durch das Zentrum gebummelt. Leider sind am Wochenende in der Altstadt die Läden geschlossen und daher auch viele der Cafés.

Plaza Independencia mit dem Palacio Salvo im Hintergrund. 1927 eröffnet und damals das höchste Gebäude von Südamerika. Rechts ist die Statue vom uruguayischen Unabhängigkeitsheld Artigas.

Die Statue ist eigentlich das Mausoleum vom Artiges denn unterhalb sind die Überreste vom Ihm in der Urne links im Bild. Natürlich wird die Urne von einer Ehrengarde rund um die Uhr bewacht.
Puerta de la Ciudadela, ein einsames Überbleibsel der 1833 abgerissenen kolonialen Zitadelle
Nochmal ein Denkmal: dieses Mal der Stadtgründer von Montevideo
Mercado del Puerto quasi das Schlemmerparadies analog der Markthalle in Freiburg

Zum Schluss sind wir dann die Ramla an den Stränden Pocitos, Buceo, Malvin bis nach Carrasco entlang gefahren und auf dem Rückweg schön Essen gegangen. Vielen Dank an Charlotte und Bernd für den schönen Sonntag !

Montag 17.02.2020 – der lange Weg zum Wohnmobil

Endlich war der Tag gekommen. Wir haben von Caravan Shippers die genaue Beschreibung erhalten wie wir das Wohnmobil aus dem Hafen bekommen. Die Beschreibung enthält 9 (!) Stationen die wir besuchen mussten.

1) Migraciones (Einwanderungsbehörde) macht um 09:00 Uhr auf. Wir haben uns um 08:30 schon mal vor die Tür gestellt und dann den inoffiziellen Weg direkt zur Anmeldung gewählt. Normalerweise sollte man über die Homepage einen Termin machen. Hat gut funktioniert. 15 min Später hatte Timo seine Einreisebestätigung (Certificado de Llegada)

Migraciones (Einwanderungsbehörde)

Einreisebestätigung

2) KMA Uruguay, das ist der Agent und die Vertretung der Reederei Grimaldi. Hier war warten angesagt, denn vor 10:00 Uhr arbeitet keiner. Aber es war ganz lustig, denn da trafen sich die, die Ihr Fahrzeug wieder nach Deutschland verschiffen wollten mit denen die Ihr Fahrzeug in Uruguay in Empfang nehmen wollen. Nach dem Bezahlen der lokalen Auslieferungsgebühr mussten wir noch ewig auf die „Stock Number“ warten. Das ist der genaue Lagerplatz der vom Zoll benötigt wird.

3) Aduanas (Zoll), hier mussten wir einen ganzen Papierberg abliefern. Die Dame konnte nur Spanisch aber irgendwie haben wir verstanden dass wir um 14:30 wieder kommen sollen. Es war jetzt 11:30 Uhr 😉 Also erst mal zum Mittagessen … Um 13:00 Uhr haben wir beschlossen wir beschleunigen das ganze und gehen mal beim Zoll vorbei. Nach ein paar Telefonaten der Dame haben wir das Zollformular erhalten und wir durften weiter zur ANP (Nationale Hafenverwaltungsstelle).

Stapel der Zolldokumente

4) ANP – Administration National de Puerto, zum Glück schräg gegenüber auf der anderen Strassenseite. Hier noch schnell die Hafenabfertigungsgebühren bezahlt und mit der Quittung wieder zurück zum Zoll um die Zahlung bestätigen zu lassen.

5) Jetzt war der Zeitpunkt wo wir in den Hafen rein mussten. Gemäß Beschreibung: „bitte beim Eingangsdrehkreuz zum Hafen die Security bitten bei Tamer (Lagerplatz) anzurufen und bestätigen lassen das wir was Abholen wollen)“. Nun ja, die Security wolle nicht anrufen und ohne Besucherkarte kein Zugang zum Hafen. Was nun ?!? Timo war gerade dabei mit KMA zu telefonieren wie wir in den Hafen rein kommen, da spazierte ein Mann vorbei, erklärte der Dame am Drehkreuz kurz was und schupp waren wir drin im Hafen. Später haben wir realisiert dass es wohl ein „Agent“ einer französischen Familie war, der für sie die ganzen Formalitäten erledigt hat.

6) im Hafen, ab jetzt kommen die Langen Wege. Ca. 1 Km bis zu einem Gebäude für den „Orden de Trabajo“.

7) dann ein paar hundert Meter weiter bis zu einem Container für die Bestätigung des „Orden de Trabajo“.

8) jetzt geht es nochmal 1,5 Kilometer bis zum Lagerplatz bei TAMER

Unser WoMo noch hinter Gitter bei TAMER
Befreit: alles noch drin und außen noch heile

9) Aduana im Buquebus-Gebäude: jetzt noch schnell mit dem Fahrzeug durch den Hafen zum Zoll und die „Admission Temporaria“ zu erhalten. 7 Stunden später. Jetzt kann’s los gehen.

In der Zwischenzeit war es zu Spät um noch Gas zu tanken oder unser erstes Ziel das „Paraiso Suizo“ anzusteuern. So haben wir uns an den Leuchturm von Carretas gestellt. Da waren wir nicht Alleine 😉

Auch hier haben wir mit „Che“ ein Lieblingsrestaurant gefunden bei dem wir am Sonntag schon mit Charlotte und Bernd essen war. Da es nicht weit weg vom Leuchtturm war und man bequem davor parken konnte sind wir am Montag gleich nochmal hin.

Spaghetti Frutti de Mare oder besser Frutti de Mare mit ein paar Spaghetti 😉

6 Kommentare zu „Montevideo und wie bekommt man das Wohnmobil aus dem Hafen

  1. Hallo Ihr Beiden, danke für den schönen Bericht und die Bilder. Das war ja eine grössere Aktion bis ihr euer Wohnmobil wieder hatte. Eine schöne Reise weiterhin wir freuen uns schon auf den nächsten Bericht. LG. Christa und Werner. 😎👍

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  2. Hallo ihr Hübschen, Elke, ich habe deinen Rechner gemopst, aber du brauchst ihn so wie es aussieht tatsächlich längere Zeit nicht mehr.
    Euch viel Spaß und immer sauber bleiben (ihr, nicht euer Laster).
    LG Jessi

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