Weils soooo schön war, nochmal Esteros del Iberá 😍/ Colonia Carlos Pellegrini

11.01. bis 12.01.2022

Wieder auf Achse ging es auf der RN12 den gleichen Weg zurück. In Puerto Iguazú wollten wir noch tanken, aber für Touristen gab es keinen Diesel. Das war in Ituzaingó auch schon so 🤔. Gut dass wir einen großen Tank haben. Wir versuchen immer schon bei halb leerem Tank eine Tankstelle zu finden, so haben wir noch genügend Reserve im Tank um es locker bis Posadas zu schaffen. Posadas ist ein große Stadt mit vielen Tankstellen, da wird doch hoffentlich eine Diesel für uns übrig haben.

Ein weiteres Problem war unser rechter Hinterreifen. Seit ein paar Tagen verlor unser Reifen Luft. Es war an der Zeit unsere „do it yourself“-Reparatur von Weihnachten beim Profi ersetzen zu lassen.

Leider war es mit Loch flicken nicht getan. Die zwei Jungs haben uns diverse kleine Haarrisse am Reifen gezeigt und gemeint sie wüssten gar nicht wo sie mit Flicken anfangen sollen 🙈. Jetzt blieb nur noch Plan B übrig. Der Ersatz-Reifen vom Dach muss runter und auf die Felge drauf.

Nach getaner Umbereifungsaktion war es uns nach Mittagessen. Von weitem empfahl ein Schild das Restaurant Matias – seit 1978 -. Der Parkplatz war gut gefüllt, ein gutes Zeichen, also nichts wie rein.

Und was uns hier erwartete kannten wir bisher von Südamerika noch nicht. Wir wurden freundlich begrüßt und es wurde uns in Spanisch erklärt wie das mit dem Essen funktioniert. Etwas hilflos haben wir mal wieder „no hablo espanol“ geanwortet, darauf die Frage: quizas Aleman? „Si“. Die Empfangsdame verschwand und kam mit der Seniorchefin zurück, die fragte „ja wo kommt Ihr den her?“ 😳. Wir sind zufällig bei einer deutschstämmigen Brasilianerin gelandet. Das Restaurant wird in der Zwischenzeit von Ihrem Sohn geführt, aber immer noch im typisch brasilianischem Stil, dort Rodizio genannt. Die Beilagen gibt es vom Buffet, das Fleisch wird frisch gegrillt an den Tisch gebracht. Alles zum Fixpreis. Günstig war es nicht, aber richtig lecker 😋.

Junior-Chef beim Servieren

Eigentlich sollte es nur eine Kleinigkeit zum Mittagessen sein. Vollgefressen mussten wir uns jetzt sputen, denn unser Tagesziel sind nochmal die Esteros del Iberá, da es und dort so gut gefallen hat. Diesesmal solls an den Lago Iberá zur Colonia Carlos Pellegrini gehen, dem eigentlichen Zentrum des Nationalparks.

Ca. 60 km nach Posadas ging es links weg auf die Ruta Provincial 41.

Die Piste war katastrophal. Da es normalerweise durch den Sumpf geht wurde die Straße mit großen scharfkantigen Steinen stabilisiert. Wir quälten unser LKWle 140 km bis zur Colonia. Begeisterung sah anders aus und passend dazu machte unser rechter Hinterreifen 5 km vor dem Ziel mit lautem „zschhhhhh“ den Abgang. Reifenwechsel kurz vor Sonnenuntergang braucht niemand 😡.

Routiniert, wie wir inzwischen beim Reifenwechsel sind, haben wir es dann doch noch zum Sonnenuntergang auf den Parkplatz vor den Camping geschafft.

In den Camping der Gemeinde passten wir nicht rein, die Einfahrt war mit einem dekorativen Steintor geschmückt, dass für uns zu niedrig war. Kommt uns irgendwie bekannt vor 😂, nur drumrumfahren war diesesmal nicht möglich.

super schöner Camping, leider nicht für uns, wir passten nicht durchs Tor

Für den nächsten Morgen hatten wir eine Bootstour gebucht.

Guten Morgen ☕️

Bevor es los ging mussten wir unbedingt noch den Nationalpark-Eintritt bezahlen und das obligatorische Bändele abholen. Auf dem Wasser wird kontrolliert! Also Morgens ganz früh noch schnell über die Brücke zur Nationalparkverwaltung, den Eintritt bezahlt und wieder zurück.

Nationalpark-Bändele 😁 jetzt kann die Bootstour los gehen

Wir waren ein kleine Gruppe von nur vier Personen und Guide.

Unser Guide hatte viel zu erzählen, aber leider nur in Spanisch. Aber wir hatten mal wieder Glück, denn unsere zwei „Mitfahrer“ waren Mutter und Sohn, ursprünglich aus Rumänien. Die Mutti war zu Besuch bei ihrem in Argentinien lebenden Sohn. Sie konnte Deutsch, er sprach neben Spanisch perfekt Englisch. So wurde uns alles in Englisch oder wahlweise über Rumänisch ins Deutsche übersetzt.

Die Bootstour hat uns super gefallen. Wann kann man sonst einem Kaiman so risikolos direkt in die Augen schauen?

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Noch ein paar Videos mit weitere Impressionen der Lagune Iberá.

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Colonia Carlos Pelligrini hat ungefähr 900 Einwohner und außer Gästehäuser und Restaurants nicht viel zu bieten. Aber, zu unserem Glück, eine Gomeria 😅. Der Reifen war schnell repariert und wir können ganz entspannt die nächsten 80 km schlechte Piste Richtung Mercedes in Angriff nehmen.

Richtung Mercedes ging es wieder über die Brücke zum Nationalpark-Zentrum. Dort gibt es noch ein paar schön angelegte Pfade durch die Sümpfe und zur Lagune.

Durch die extreme Trockenheit breiteten sich Buschbrände an verschiedenen Stellen im Nationalpark aus. Im Rückspiegel konnten wir den Rauch sehen. Tage später stand in der Zeitung dass insgesamt 7.852 Quadratkilometer abgebrannt und auch diverse Tiere dabei umgekommen sind 😢.

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