07.12.2020
Nachdem Argentinien den erste Schritt getan hat und Touristen aus den angrenzenden Ländern über den Flughafen Buenos Aires einreisten lässt, hat Chile nachgezogen. Zu unserem Glück durften nach ersten Ankündigungen ab 01.12. Touristen weltweit über den Flughafen Santiago wieder einreisen, wenn diverse Bedingungen erfüllt sind. Diese Ankündigung kam für uns überraschend und ein paar Tage zu spät, denn wir hatten unseren Flug nach Mexico schon gebucht.

Aber bis wir schlussendlich einreisen konnten gibt es jetzt noch ein paar Impressionen aus Mexico und ….. Costa Rica 😂
12.11.2020 bis 27.11.2020 – Mexico/Yucatan
Auf der Suche nach Sonne und Meer fiel unsere Wahl auf Mexico/Yucatan, denn es war das einzige Land in welches man ohne besondere Anforderungen einreisen konnte.
Bei Europcar hatten wir einen Mietwagen reserviert und nach ungefähr 2 Std. warten, konnten wir endlich mit unserm Auto losfahren.

Erstes Ziel war ein Appartement in der Hotelzone von Cancun mit fantastischem Ausblick auf den Strand.


Nachdem wir schon mehrmals an der Riviera Maya urlaub gemacht hatten und etwas neues Entdecken wollten haben wir entschieden an Playa del Carmen und Tulum vorbei zu fahren und direkt die ca. 360 km bis nach Mahahual in Angriff zu nehmen.

Mahahual war ein kleines Fischerdorf bis irgendjemand auf die Idee gekommen ist dort ein Kreuzfahrtschiff-Terminal zu bauen. Jetzt gibt es eine gute touristische Infrastruktur, aber bedingt durch Corona keine Kreuzfahrtschiffe und somit wenig Touristen. Für uns der absolute Traumort zum chillen und gut essen.







Ein nächstes Ziel für uns war die Lagune Bacalar ca. 100 km von Mahahual im Landesinneren gelegen. Bei den Los Rapidos konnte man sich durch die türkisfarbene Lagune von der Strömung treiben lassen.


Das Farbenspiel der Hauptlagune konnten wir leider auf Grund des schlechten Wetters durch die Ausläufer des Hurrikans Iota der über Nicaragua hinwegzog, nicht erleben.



Von Bacalar aus haben wir einen Ausflug zu den eher unbekannten Maya Ruinen von Dzibanche und Kinichna gemacht. Die Strasse dorthin war sehr abenteuerlich und außer einer weiteren Kleingruppe war niemand da. Nicht mal Guides die einem die Ruinen zeigen wollten.





Auf dem Rückweg haben wir einen Abstecher nach Chetumal gemacht. Von dort kann man über die Lagune nach Belize schauen. Eigentlich sollte es dort auch Seekühe geben, aber die kommen wohl nur Nachts.

Da die Wettervorhersage im Norden von Yucatan tendenziell besser war sind wir wieder Richtung Norden und jetzt doch nach Tulum gefahren. Wir hatten ein Zimmer in einem chilligen B&B in Ortsnähe gebucht.


Bis zum Strand sind es ca. 8 Kilometer die wir natürlich mit dem Auto zurück gelegt haben. Für die, welche noch nicht in Tulum waren, es gibt so gut wie keine Parkplätze in strandnähe oder sie sind extrem teuer. Wir hatten Glück und am Strassenrand vom Playa Paraiso war für unser kleines Auto noch Platz.



Nach ein paar schönen sonnigen Stunden am Strand sollte es wieder zurück gehen, aber unser Auto war weg – gestohlen 😳?!?. Zum Glück kam gerade die Polizei vorbei und klärte uns auf, dass wir angeblich zu weit in die Strasse geparkt hätten und deshalb das Auto abgeschleppt wurde. Wir sollen jetzt mit dem Taxi zur Polizeistation fahren. Bei der Polizei mussten wir ca. 30 € Strafe für falschparken zahlen, aber das Auto war nicht da. Es wurde auf einem Parkplatz des Abschleppunternehmens am letzten Ende von Tulum geparkt. Zur Auslösung mussten wir hier umgerechnet 250 € bezahlen, natürlich in Bar 😤. Uns schien da musste vor Weihnachten die Kasse noch aufgebessert werden.

Leicht genervt vom ganzen Trubel in Tulum gings auf die Insel Cozumel.

Hier haben wir auch ein B&B gebucht. Das war der Wahnsinn. Der Verwittwete Eigentümer vermietet in seiner viel zu großen Villa ein paar Zimmer. Unsere Suite mit Whirlpool-Badewanne und Ankleidezimmer lag direkt am privaten Strand und das alles für 40€ die Nacht inkl. Frühstück!



In Cozumel war Tauchen mit Volker angesagt. Da wir hier schon öfters waren ist es ein bisschen wir nach Hause kommen. Selbst die gleichen Fische finden sich am gleichen Platz wieder 🤗.




Unsere letzte Nacht haben wir dann in einem netten Hotel in Playa del Carmen verbracht. Die Lage fussläufig zur Avenida 5, der Fussgängerzone, war optimal, aber leider war dadurch an Schlaf nicht zu denken 🙈.


Wann und wie kommen wir nach Chile?
In der Zwischenzeit wurde aus der Ankündigung Chiles am 1.12. wieder Touristen zu empfangen, der zweistufige „Border opening Plan“ entwickelt. Es dürfen jetzt schon ab 28.11. Touristen einreisen, aber unter der Bedingung, dass die ersten zwei Wochen in Quarantäne erfolgen. Erst 14 Tage später dürfen dann alle Touristen ohne Quarantäne einreisen wenn Sie einen negativen PCR-Test, nicht älter als 72 Std. vor Abflug, haben.
Auf Quarantäne hatten wir keine Lust. Somit war klar dass wir erst nach den 14 Tagen, nach unserer Rechnung also am 07.12. nach Chile einreisen. Auch die Annahme das ein Flug von Cancun nach Santiago bestimmt günstiger ist, wenn man schon mal auf dem gleichen Kontinent weilt hat sich als nicht zutreffend erwiesen. Kurz gesagt, die günstigste Alternative wäre der Flug über Frankfurt gewesen, die zweitgünstigste über …. Costa Rica 😎.

27.11.2020 bis 06.12.2020 Costa Rica
Mit unserem Mietwagen konnten wir gleich durchstarten Richtung Quepos in den Manuel Antonio National Park. Nichtsahnend dass in Costa Rica ein verlängertes Wochenende bevorstand, mussten wir uns durch viel Verkehr und Stau aus San Jose heraus kämpfen. Wenn in Mexico der Verkehr auch chaotisch ist, so fahren doch alle recht defensiv und lassen ein auch einfädeln. In San Jose war das völlig anders, hier werden definitiv die Ellenbogen ausgefahren und ein Reisverschluss-Verfahren kennt der Tico (Costa Ricaner) nicht.


Bei strahlendem Sonnenschein ging es am nächten Morgen in den Nationalpark (Eintritt 2 x 18 USD). In der Hoffnung dort viele Tiere zu sehen, mussten wir schon ernüchternd feststellen, dass ohne einem Guide der auf die Tiere hinweißt, der Laie nicht viel sieht. Zum Glück sind viele geführte Grüppchen unterwegs gewesen und so konnten wir das eine oder andere Tierchen auch finden.







Weiter ging es in den Nebelwald nach Monteverde. Unterwegs hat unsere Autobatterie den Abgang gemacht, so dass wir das Auto ohne Hilfe nicht mehr gestartet bekamen. Nach Rücksprache mit Europcar sollten wir einfach bis Monteverde weiter fahren, dort würden Sie dann jemand mit einer neuen Batterie vorbei schicken.





In Monteverde hatten wir uns ein Baumhaus gemietet.


Von der Vermieterfamilie wurden Nacht-Touren durch das eigene Grundstück (einer ehemaligen Kaffee-Plantage) angeboten sowie ein anschließendes Abendessen. Da wir mit unsererm Auto wegen der Batterie sowieso nicht mobil waren, haben wir „gebucht“ (2 x 20 USD + Abendessen).
Die Tour hat sich wirklich gelohnt, wir hätten definitiv kein einziges Lebewesen entdeckt. Unser Guide Emilio hatte auch sehr viel über die Tierwelt zu erzählen und konnte ganz pasabel Englisch.








Der versprochene Austausch der Batterie hat nicht stattgefunden, dafür durften wir uns selbst eine Batterie einbauen lassen. Unser Vermieter hat uns in die Werkstatt seines Vertrauens vermittelt und dort wurde uns eine neue Batterie eingebaut.

Jetzt wieder mobil sind wir in das Naturreservat Curi-Cancha gefahren und dort mehrer Stunden herumgewandert (2 x 20 USD). Viel an Fauna haben wir nicht zu Gesicht bekommen, aber es gab dort eine Kolibri-Tränke und hier war mächtig was los.


Nächstes Ziel war La Fortuna am Vulkan Arenal. Die Strecke ging auf und ab und war landschaftlich richtig schön.

Unterwegs hatten wir Hunger und so kam uns die „German Backery“ genau richtig. Eigentlich bei einer Bäckerei auf Kaffee und Kuchen eingestellt, gab es hier auch richtig Mittagessen. Auf Empfehlung haben wir uns ein Bratwurst-Sandwich, natürlich mit Hausgemachter Bratwurst, geteilt. Lecker 😋


In La Fortuna hatten wir ein nettes Zimmer gebucht, mitten im Grünen und natürlich mit Vulkanblick.


Das Wetter und die horrenden Eintrittspreise für jegliche Aktivität wie z.B. Wandern haben unseren Tatendrang doch merklich gebremst. Zum Glück gabe es einen warmen Fluss „for free“ und der Nachmittag war gerettet.



Nachdem sich dann am dritten Tag die Sonne gezeigt hat sind wir motiviert zu den „Hängebrücken“-Park (Mistico Arenal Hanging Bridges) hoch gefahren (2 x 26 USD).

Leider war das mit der Sonne nur von kurzer Dauer und wir spulten den Wanderweg über die Brücken etwas schneller ab als geplant.


Zum Trost hatten wir noch ein Schnäppchen-Zimmer in einer großen Hotelanlage ergattert. Mit eigenem Thermalpool und so konnte der Tag entspannt ausklingen.



Für unseren Flug nach Santiage de Chile mussten wir einen negativen PCR Test bei der Einreise vorweisen. Aus diesem Grund sind wir rechtzeitg wieder nach San Jose gefahren.

Wir hatten vorab schon recheriert, dass es ein Corona-Test-Drive-Through gibt, bei dem wir ohne Voranmeldung vorbeifahren konnten.


Wir hatten uns ein nettes B&B mit Pool in Halbhöhenlage von Athenas, ausserhalb von San Jose gebucht. Hier war Entspannung angesagt, denn für die Einreise nach Chile war noch eine unerwartete organisatorische Vorkehrung zur trefffen. Dazu mehr im nächsten Blog.




Hi Elke, schön von dir/euch zu hören. Eine beeindruckende Reise die ihr da beschreibt. Da möchte man am liebsten mit dabei sein 😉 Euch noch eine schöne Zeit und kommt gesund wieder nach Hause
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