An den Anden entlang weiter nach Norden

04.05. bis 10.05.2020

Mit Freude haben wir entdeckt dass die staatlich Nationalparkverwaltung (CONAF) ab 04.05. ein paar Nationalparks wieder aufmachen möchte. In der Region Araucanien, in der wir uns aktuell befanden, waren das zwei.

Von dem deutschen Besitzer einer Lodge am Villarrica-See hatten Sandra und Manuel eine Tour entlang der Anden empfohlen bekommen bei der man an den zwei Nationalparks vorbei kommt. Diese Route wollten wir auch fahren.

Aber zunächst machten wir noch eine Fahrradtour am Caburgua-See. Der Ort Caburgua liegt „hinter“ Pucon und auf dem direkten Weg nach Pucon war weiterhin eine Gesundheitskontrolle installiert. Da wir keine Lust darauf hatten sind wir über eine Nebenstrecke am Vulkan vorbei nach Pucon gefahren.

Bis zum Caburgua-See ging es dann problemlos, also ohne Gesundheitscheck und Fiebermessen 🤗

Lago Caburgua – Südufer

In Caburgua haben wir uns mit Gianni, einem Schweizer und seiner Freundin Summer aus Californien verabredet. Die beiden sind in der Hütte von Giannis Vaters Chef untergekommen. Die Hütte lag sensationell, leicht erhöht auf einem riesigen Grundstück mit toller Aussicht auf den Vulkan Villarrica.

Hier gehts rein aufs Grundstück und dann nochmal 500m hoch …
… bis zur Hütte.
Blick aus dem Wohnzimmerfenster der Hütte.
Auf dem Grundstück waren noch einige Pferde unterwegs …
… aber nur eines davon war zutraulich. Oder lag es am Getränk 😂
Sonnenaufgang aus unserem WoMo-Fenster

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir dann am nächsten Tag los. Bis Curarrehue war die Strasse geteert und dann ging es links ab auf die Piste S-965, immer am Rio Machin entlang.

Das Gebiet ist überwiegend von Mapuche, der indigenen Bevölkerung Chiles bewohnt. Die Mehrheit der Mapuche lebt in sehr einfachen Verhältnissen.

touristischen Erschlossen: eine Ruca, traditionelles Haus der Mapuche
Riesige Hängebrücke, aber …
… nicht mehr so ganz im Schuß.

Unterwegs sind wir am Start eines Wanderwegs vorbeikommen. Da es aber schon zu spät für die Wanderung war sind wir die Straße runter bis an den Lago Caburgua, diesesmal die Nordseite, zum Übernachten gefahren.

Am nächsten Morgen sind wir nochmal die paar Kilometer zurückgefahren um die Wanderung zum Lago Cochor zu machen. Am Parkplatz standen schon zwei Autos und ein „Geschlossen“-Schild war nicht zu sehen 🤗

Blick auf den Vulkan Sollipulli
Das ist eine Araukarie oder auch als Andentanne bekannt.
Interessante Rinde einer Araukarie, daher wir der Baum auch Schuppentanne genannt.
Lago Cochor

Wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs und es hat richtig Spass gemacht. Bisher hatten wir noch keinen Wanderweg ausserhalb eines Nationalparks gefunden und die Nationalparks sind alle geschlossen.

Übernachtung nochmal am Lago Caburgua

Am nächsten Morgen war der Himmel bedeckt und es hat auch hin und wieder getröpfelt. So sind wir zügig weiter gefahren. Durch Cunco sind wir problemlos an der Gesundheitskontrolle vorbeigekommen, durch Melipeuco haben wir dann eine Nebenstrecke genommen 😉

Gesundheitskontrolle und Auto-Desinfektion am Ortseingang von Cunco

Nach dem Ort Melipeuco geht ein Piste links ab in den Nationalpark China Muerte und zu den Cascadas Truful Truful, unserem Übernachtungsplatz.

Übernachtungsplatz an den Cascadas Truful Truful

Der nächste Morgen sah wettertechnisch noch vielversprechend aus und wir starteten unseren Weg Richtung Icalma.

Was für ein Ausblick aus dem Bett 😊

Die Strasse war nur die ersten 10 km geteert und ging dann ca. weitere 20 km als Piste kontinuierlich den Berg hoch.

Auf der Pass-Höhe war leider die Strasse von den Mapuche-Anwohnern mit Baumstämmen blockiert und uns wurde signalisiert, dass Fremde derzeit nicht erwünscht sind. Hier war also kein weiterkommen.

Wir sind dann den Berg wieder runter und haben den Weg zum Nationalpark China Muerte in Angriff genommen. Auch auf diesem Weg hätten wir Richtung Lonquimay bzw. zum Nationalpark Nalcas kommen können.

Die schmale Piste schraubte sich ebenfalls den Berg hoch, jedoch war der schöne Araukanien-Wald abgebrannten.
Die Mischung aus abgebranntem schwarzen Bäumen und den Herbstfarben der restlichen Pflanzen war faszinierend anzussehen🤗

Jedenfalls war der Park noch geschlossen und die Strasse war durch ein Tor ebenfalls zu so dass auf diesem Weg auch kein Weiterkommen war 😕

unsere beiiden erfolglosen Varianten Richtung Lonquimay

Also wieder runter vom Berg und nochmal unseren Wasserfall-Übernachtungsplatz angesteuert. Die Wettervorhersage hatte für die nächsten Tage ausgiebige Regenfälle angekündigt, so dass wir am Abend beschlossen hatten keinen neuen Versuch Richtung Lonquimay zu starten. Im nächsten Blog gehts dann eine größere Strecke nach Norden.

3 Kommentare zu „An den Anden entlang weiter nach Norden

  1. Hallo Timo und Elke .Heute an Vaters Geburtstag möchte ich Euch eure guten Berichte beantworten und danke sagen auch für die Schilder. Schdaß die schade, dass die NationLparks geschlossen sind .die Wanderungum den Lago Cohor mit Blick auf den VulkanSollipulli.es ist ja Steine schöne Gegend so ein schönes Bild von Timo mit Perd wo nicht trinken wollte , das lag bestimmt am Getränk und nicht am Halter .Im Moment habt ihr auch strahlend blauer Himmel.,wie wir inihringen so eine Wärme bis 30 gradgestern Sonntag bin ich mit Martin auf den Friedhof ,haben Vater geburtstagsblumen hocgebracht und Hoheiten. Eine Kerze angezündetzum 82 Geburtstag Agnes ist am Samstag gut und Gesund angekommen Halina ist Zuhause gut angekommen nun wünschen Unfällen geht es soweit gut bleibt Gesund eure Mutter schöneFerien und viel FreudeiPad gesendet

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  2. Liebe Elke, lieber Timo, wir freuen uns sehr von euch zu lesen. Die Erfahrungen, die ihr machen könnt, sind Gold wert. Außerdem ist schön zu lesen, dass es euch gut geht! @Elke, wie du sicher weißt, hast du die Skimeisterschaft nicht verpasst. Die musste dank Covid leider ausfallen. Ich, Lukas, hab uns aber einen Willy besorgt 😉

    Quidense y hasta pronto!

    Vanessa y Lukas

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