23.12. bis 25.12.2020
Wieder zurück in San Pedro hatten wir uns mit unseren holländischen Freunden verabredet um gemeinsam zum Paso Jama an die Argentinische Grenze zu fahren. Nienke und Martijn hatten schon herausgefunden wo man in San Pedro Wasser bekommt und so sind wir auch zur öffentlichen Toilette gefahren und durften uns nach ein bisschen Verhandeln am Wasserhahn des Waschbeckens der Herrentoilette andocken. Bisher haben wir meistens Wasser an den Tankstellen kostenlos bekommen, hier waren für 100 l ungefähr 7 Eur fällig, in der Wüste ist Wasser teuer.

Mit vollem Wasser- und Diesel Tank ging es los. Immer den Berg hinauf. Die Strasse sah eigentlich nicht so steil aus, aber unser voll belandenes LKWle hatte echt zu schaffen. Auch die Holländer mit ihrer leichteren Geländewagen-Ambulanz mussten kämpfen und sind uns fast nicht hinterher gekommen. Auf halber Höhe haben wir angehalten und geprüft ob mit unseren Autos alles ok ist. Erst da haben wir richtig bemerkt wie steil es hoch ging.



Weiter an der geschlossenen Grenze nach Bolivien vorbei hatten wir noch ca. 100 km bis zur argentinischen Grenze vor uns. Die Strasse ist sehr gut ausgebaut und geteert da über den Paso Jama auch der ganze Frachtverkehr von/nach Paraquay zum/vom Hafen Antofagasta fährt. Trotz eigentlich geschlossener Grenzen waren viele LKWs unterwegs.


Leider war das Wetter nicht so schön und so gab es nur kurze Stopps an den Miradors.


Wir konzentrierten uns auf die Suche nach einem schönen, windstillen Übernachtungsplatz, möglichst tiefer als 4.800 m Höhe, denn wir hatten auf dieser Höhe schon einen unangenehmen Druck auf der Brust. Auch war gemäß Wetterbericht für den nächsten Tag wieder Sonne vorhergesagt, so dass wir uns für den Rückweg mehr Zeit nehmen wollten.



Vorbei an interessanten Felsformationen, die wir uns auf dem Rückweg nochmal genauer anschauen wollten, haben wir gegenüber der Laguna Aguas Caliente auf angenehmen 4.200 m ein fast windstilles Plätzchen abseits der Strasse gefunden.


Netterweiße hatte hier jemand seine Holzreste entsorgt, so dass es für uns auch ein schönes Feuerchen gab. Die Nacht war kalt aber es ging nicht unter 0 Grad.

Am nächsten Morgen ging es dann die restlichen paar Kilometer bis an die argentinische Grenze.


Nachdem die Grenzen nun schon seit Mitte März geschlossen waren, hatten wir unsere Freude, dass das argentinische Grenzhäusen erst in 5 Km kam. So konnten wir ganz entspannt einen Ausflug auf die argentinische Seite machen.



Zurück von unserem kleinen Ausflug nach Argentinien ging es bei jetzt besserem Wetter den langen Weg wieder zurück nach San Pedro de Atacama.







Ein besonderes Highlight waren die skurilen Felsformationen (Monjes de la Pacana) bei der Lagune Tara im Los Flamencos Nationalpark.


Pünktlich zum 24.12. hatten wir ein schönes Motiv für die Weihnachtsgrüße gefunden.




Eigentlich wäre es auch nochmal ein super Übernachtungsplatz gewesen, aber hier oben gab es keinerlei Empfang und wir wollten doch unsere Weihnachtsgrüße überbringen.



Und auch die Chilenische-Bolivianische Grenze an der wir auf dem Hinweg vorbei gefahren sind wurde jetzt von uns zwecks Fotostop besucht. Hier würde die legendäre Lagunen-Route durch Bolivien starten. Aber auch hier natürlich alles geschlossen.

An der Abzweigung zum Cerro Toco haben wir uns von Nienke und Martijn verabschiedet. Die beiden wollten noch den Cerro Toco mit 5600m besteigen.

So langsam wie wir die steile Strasse hoch gefahren sind, so langsam sind wir im zweiten Gang mit Motorbremse wieder herunter gekrochen.


Und pünktlich zu Weihnachten hat uns unser LKW mal wieder ein paar rote und gelbe (Warn-)Lichtlein im Cockpit angezeigt. Am Fahrverhalten konnten wir keinen Unterschied feststellen und so sind wir zunächst wieder von einem Wackelkontakt ausgegangen.
Platt vom Ausflug haben wir beschlossen auf Kochen und lange Restaurantsuche zu verzichten und uns einfach eine leckere Pizza zu gönnen. Während wir in San Pedro auf unsere Pizza warteten wurden wir noch mit Süssigkeiten vom „mobilen Nikolaus“ beschenkt.


Am nächsten Morgen ging es auf die Suche nach der Ursache für die diversen Warnleuchten.


Nur die Steckverbindungen waren es diesesmal leider nicht 😕 es stellte sich heraus, dass die Lichtmaschine den Geist aufgegeben hat. In Chile haben die Werkstätten an Weihnachten auch geschlossen und so mussten wir das Wochenende überbrücken.