12.01. bis 21.01.2022
Für die Einreise nach Uruguay benötigten wir einen PCR-Test. In Concordia, direkt an der Grenze zu Uruguay, haben wir per Internet ein Labor gefunden welches PCR-Tests anbietet. Die Kommunikation und Terminvereinbarung lief über WhatsApp problemlos.

Heute war Mittwoch und wir konnten kurzfristig für morgen einen Termin vereinbaren. Auch wenn es schön gewesen wäre das Ergebnis schon am Nachmittag zu erhalten, waren uns die 380 km bis dort hin zu sportlich um das Zeitfenster 06:30 bis 10:00 Uhr zu treffen. So entschieden wir uns für das nächste Zeitfenster.

Unterwegs brauchten wir noch einen Übernachtungsplatz. IOverlander hatte nur Tankstellen zu bieten und so waren wir happy, dass sich ein paar Kilometer nach der Ortschaft Mercedes auf der Ruta 119 eine Möglichkeit bot von der Strasse abzubiegen um zwischen Weideland und Buschwerk, von der Strasse aus nicht sichtbar, zu parken.
Zuvor hatte uns Maps.me zuverlässig mitten durch die verkehrsberuhigte Innenstadt von Mercedes navigiert. Mit einem PKW wäre das wohl noch ok gewesen, mit unserem LKWle haben wir einen Anschiß kassiert. Aber mit „no hablo Espanol“ war die Unterhalten schnell beendet und wir durften ohne Strafe weiter fahren 😅.


Die Nacht war ruhig bis wir am nächsten Morgen so gegen 05:00 Uhr durch seltsame Geräusche geweckt wurden. Wie im „wilden Westen“ trieben die Gauchos die Rinder zusammen um sie von der Weide vor unserer Nase auf eine andere zu verlegen. Bis wir realisierten was Sache ist war alles vorbei und leider hatten wir kein Foto zur Hand.
Nachdem wir jetzt sowieso schon wach waren sind wir gemütlich weiter gefahren.

Eine Stunde vor unserem Termin haben wir das Labor in Concordia erreicht. Es standen schon einige Personen vor der Tür und wir waren gespannt ob das mit unserem Termin funktionierte.

Aber tatsächlich, pünktlich waren wir an der Reihe. Routiniert wurden uns die Stäbchen in die Nase gesteckt, Geld abkassiert und fertig. Jetzt mussten wir nur noch auf das Ergebnis warten.

Das schöne an Concordia ist die Lage am Rio Uruguay. Zur Mittagszeit war noch nicht so viel los und wir konnten direkt an der Explanada (Promenade) einen Parkplatz ergattern.


So verbrachten wir den heißen Nachmittag mit Chillen, Baden und warten auf das Ergebnis des PCR-Tests.

Schon eine Stunde vor der offizielen Uhrzeit hatten wir unser Ergebnis. Yippi Yeah, wir sind Negativ!
Trotzdem war es jetzt schon spät und bei Nacht wollten wir nicht über die Grenze fahren. So haben wir uns schon mal in Richtig Grenze Salto Grande auf den Weg gemacht, sind aber kurz vorher links zum Parkplatz der Termas del Ayui abgebogen. Es war gefühlt die drückend heißeste Nacht die wir verbracht haben. Am nächsten Morgen gab es nur ein Ziel: über die Grenze und mit Vollgas ans Meer und nichts wie ins Wasser 💦. Leider lagen noch 540 km vor uns 🥵

Praktischerweise war im Grenzhäuschen auf der argentinischen Seite auch gleich die Migracion/Aduana von Uruguay angesiedelt. Es war früh am Morgen nicht viel los und wir sind gleich dran gekommen, aber irgendwie haben wir uns ziemlich dämlich angestellt, so dass sich das ganze prozedere hin gezogen hat. Wir wussten von der Einreise nach Argentinien von Chile kommend, dass wir eine digitale Einreiseanmeldung benötigen, aber wir wussten nicht, dass wir auch eine digiale Ausreiseanmeldung durchführen mussten. Naja, unsere Spanischkenntnisse sind nach wie vor nur rudimentär vorhanden, da kann man ja schon mal überhören wenn von „egresar“ statt „ingresar“ gesprochen wird. Jedenfalls konnte die Migracion mit unsere digitalen Einreiseanmeldung bei der Ausreise nichts anfangen 🤔😂🙈.



Kurz vor Sonnenuntergang haben wir es geschafft! Unser Ziel war La Floresta. Schnell hinter der Düne geparkt und nichts wie ins Wasser 💦


Die letzte Woche unser Reise ist angebrochen. Mit Uruguay schließt sich der Kreis unseres Südamerika-Abenteuers, dass bedingt durch Corona ganz anders verlief als geplant. Wir sind wieder ins Paraiso Suizo zu Heinz und Silvia nach Jaureguiberry gefahren um dort noch ein paar Tage am Strand zu entspannen und unser LKWle für die Rückverschiffung nach Deutschland vorzubereiten. So der Plan, aber dazu später mehr 😊.




Eigentlich wollten wir die letzten verbleibenden Tage nur noch am Strand chillen und ein bisschen im Meer baden. Leider hatte der Wettergott es nicht so gut mit uns gemeint. Nach der langen Hitzeperiode kam die ersehnte Abkühlung mit Gewitter, Sturm und Starkregen. Das Meer war aufgewühlt und die hohen Wellen haben nicht zum baden eingeladen. So sind wir dann doch nochmal los um an der Küste entlang bis nach Punta del Este zu fahren.
Unterwegs haben wir einen kleinen Abstecher an die Punta Ballena, einer kleinen Landzunge gegenüber von Punta del Este gemacht.

Hier hat man einen Schönen Ausblick und kann als Attraktion das Casapueblo des ehemals dort lebenden Künstlers Carlos Páez Vilaró besichtigen.


Punta del Este ist eines der beliebtesten Ferienziele Uruguays, welches auch gerne von der finanzkräftigen südamerikanischen Prominenz besucht wird. Nicht umsonst nennt man es auch das Saint Tropez Uruguays.

Unser Ziel war das dortige Wahrzeichen „Los Dedos“ (die Finger).


Zurück im Paraiso Suizo wurde von Heinz der Grill angezeigt. Jeder brachte sein Grillgut mit und wir hatte zusammen eine sehr schönen Abend.


Die Verschiffung unseres LKWle hingegen gestaltete sich schwieriger. Das von uns ins Auge gefasste Schiff war ausgebucht. Wir haben alle möglichen Agenturen abgeklappert, aber keine konnte uns noch einen Platz anbieten. Also gut, dann eben das Nächste. Unser Rückflug war am 21.01. das Schiff war für den 28.01. avisiert. Wollen wir wirklich unser WoMo 7 Tage im Hafen parken? NEIN! Wir brauchten also jemand der unser Wohnmobil zum Verschiffungszeitpunkt im Hafen abgibt. Da unser Fahrzeug in Uruguay nur temporär importiert ist darf es nur von einem Tourist gefahren werden. Caravan Shippers hatte uns an Timo von UY Storage verwießen und er hatte eine Lösung 👍.


Auf seinem Camping waren einige Overlander zu Gast die bis zum 28.01. anwesend waren. Wolfgang würde uns WoMo im Hafen in Begleitung von Timo für uns abgeben.
So sind wir auf dem Weg zum Flughafen noch schnell beim Notariat vorbei um für Wolfgang die Vollmacht für unser LKWle auszustellen.

Und schon saßen wir im Flieger wieder nach Hause.

Und wie das so ist wenn man im Flieger viel Zeit zum Nachdenken und Revue passieren hat …. mh, es gibt doch noch so viel weiter Länder in Südamerka zu bereisen und entdecken …. vielleicht darf unser LKWle doch noch bleiben 😂