19.12. bis 23.12.2020
Der Weg Richtung San Pedro de Atacama war lange und öde. In Calama haben wir noch einen Tankstopp eingelegt. Unterwegs haben wir uns überlegt ob es eine gute Idee war „in die Wüste“ zu fahren, so trostlos war der Weg dorthin. Aber kurz vor San Pedro ging es in die Berge und je höher wir kamen um so grüner und schöner wurde es.

Wir wussten von Sandra und Manuel dass an der Zufahrt zu San Pedro de Atacama eine Sanitärkontolle installiert war. Um die zu passieren benötigte man ein Salvaconducto mit QR-Code welches online zu beantragt ist. Jetzt hatten wir ein kleines Problem. Von Mona und Sepp hatten wir erfahren, dass Sie im Süden in eine Sanitärkontrolle geraten sind, bei denen Ihnen klar gemacht wurde, dass die Aufhebung der Quarantäne mit negativem PCR-Test nicht für Touristen gilt. Die zweit mussten doch tatsächlich noch 2 Tage auf einem abgeschlossenen Parkplatz in Ihrem Wohnmobil absitzen. Um für uns das gleiche Schicksal zu vermeiden, sind wir vor San Pedro de Atacama ins Valle de Arcoiris abgebogen und haben dort in wunderschöner Landschaft die letzten zwei Tage unserer „Quarantäne“ genossen. Timo ein bisschen mehr als ich, denn ich hatte diverse Nachwirkungen, vermutlich von den Empanadas de Mariscos die ich in Caleta Pan de Azucar gegessen hatte.


Zum Übernachten haben wir uns weit weg von jeglicher Zivilisation in die Botanik geparkt. Um so mehr waren wir erstaunt als plötzlich ein Mann vor unserem Fenster auftauchte. Er war zu Fuss unterwegs und nach seiner Optik zu urteilen hatten wir schon das schlimmste befürchtet. So versuchten wir zunächst mit „no hablo espanol“ die Kommunikation zu unterbinden. Für Ihn kein Problem, er zückte sein Smartphone und dazu seine Brille und tippte in den Translater. Die Übersetzung war: Er möchte uns warnen, dass hier nachts ein Pumpa unterwegs ist und wir vorsichtig sein sollen. So kann man sicht täuschen, wieder einmal wurden wir positiv überrascht 😊



Das Valle del Arcoiris ist auch als Regenbogental bekannt. Der Name kommt von den vielen Felsenformationen in verschiedenen Farben.


Eigentlich hätte man mit dem Auto bis ans Ende des Tals fahren können aber wegen Corona war die Zufahrt zugeschüttet. So blieb nichts anderes übrig als zu Fuss das Tal zu erwandern.







14 Tage waren vergangen, unserer Ankunft in San Pedro de Atacama stand nichts mehr im Wege und wir hatten mal wieder eine Verabredung. Diesesmal mit den Holländern Nienke und Martijn mit dem ausgebauten Ambulanz-Fahrzeug.


Gemeinsam ging es Richtung Guatin. Nienke und Martijn wollten wandern und wir eigentlich zu den El Tatio Geysieren. Aber der Weg war doch für den späten Nachmittag zu weit so dass wir am „Canon de Guation“ unseren Übernachtunsplatz bezogen und am Fluss entlang durch die Felsen und Kakteen geklettert sind.






Am nächsten Morgen gings dann auf das sogenannte Altiplano hoch in Richtung der El Tatio Geysiere. Das Altiplano liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 3.600m zwischen den West- und Ost-Anden und reicht im Norden bis Peru und Bolivien.

Vorbei an mehreren schönen Lagunen mit Flamingos und Vicunas oder Guanacos (ich kann den Unterschied nicht erkennen) sind wir 60 km später vor der Schranke zum Geysier-Feld gestanden.








Leider war an den „Aufpassern“ nicht vorbei zu kommen uns so sind wir wieder umgedreht, denn es gab noch eine Alternative 🤗
Ein paar Kilometer wieder zurück gab es einen kleinen frei zugänglichen Geysier denn man sich erwandern konnte. Wir sind mit unserem WoMo soweit wie möglich hoch gefahren. Danach ging es zu Fuss weiter. Der Weg war nicht weit, aber hoch auf 4.460 m fiel einem das Atmen nicht so leicht.






Wieder zurück war es wie immer bei uns – die gleiche Strasse zurück ist langweilig und so haben wir die B-245 genommen die an den Termas de Puritama vorbei führte.







Und wie immer bei uns – es hätte auch schief gehen können, denn unterwegs ging es super Steil bergab und die Strasse war ganz schön ramponiert.

Unten angekommen haben wir uns wieder am Fluss bei Guatin eingeparkt und erst mal ein Bierchen getrunken 😅
Da wir von San Pedro de Atacama zwei Wochen lang diverse Ausflüge unternommen haben, haben wir den Block in drei Berichte aufgeteilt. Weiter gehts mit Teil 2 im nächsten Blog.
