Chile Chico, eigentlich ist es hier ganz nett

22.03. bis 30.03.2020

Wieder in Chile Chico angekommen mussten wir uns erst Sammeln und überlegen wie es weiter geht. In der Zwischenzeit haben sich diverse WhatsApp-Gruppen gefunden, wobei die meisten der Chatter in Argentinien gestrandet waren. Im Gegensatz zu Argentinien ging es uns in Chile richtig gut. In Argentinien wurde eine landesweite Quarantäne ausgesprochen, alle Campingplätze wurden geschlossen und kein Ort wollte noch Touristen haben. Die Camper die zu dieser Zeit auf der Strasse unterwegs waren (Janine und Flo) durften in keinen Ort mehr rein fahren und die (Heidi und Franz), die sich weigerten aus eine Ort raus zu fahren durften sich maximal 2 m um das Wohnmobil herum aufhalten.

In Chile Chico stand die Welt auch still, d.h. alle Campingplätze, Restaurants und sonstige öffentliche Einrichtungen waren geschlossen. Jedoch konnte man sich im und um den Ort herum frei bewegen.

Wir hatten uns vor einen geschlossenen Camping (eher ein Zeltplatz) im Ort, direkt an See geparkt. Der Campingplatz-Besitzer war super nett, konnte kein Englisch, aber die Geste mit der er uns die Benutzung seiner Toiletten angeboten hat war eindeutig 😂. Diese benötigten wir nicht, das Angebot Wasser holen zu dürfen, haben wir gerne angenommen🙂

Baptiste und sein Freundin Judith parkten quasi gegenüber von uns auf der anderen Seite eines Bachs.

Nun wurden wir also von 100 auf 0 runter gebremst. Die ersten paar Tage waren wir hauptsächlich mit Internet-Recherche und dem verfolgen der WhatsApp-Gruppen beschäftigt. Wir hatten die Sorge dass es auch in Chile einen landesweiten Shutdown geben bzw. es wieder zu Unruhen wie 2019 kommen könnte.

Chile Chico hat knapp 5.000 Einwohner und besitzt ein sonniges Mikroklima. Das ist auch der Grund dass sich auf der Ostseite des Ortes jede Menge Plantangen angesiedelt haben und für Arbeitsplätze sorgen. Jedenfalls machte der Ort einen aufgeräumten Eindruck und wir fühlten uns hier sehr sicher.

Blick nach Osten, gaaaanz am Ende der Straße geht´s nach Argentinien. Vor dem Tor rechts sieht man auch die Straßensperre und Gesundheitskontrolle.

Nach ein paar Tagen hat sich dann ungefähr folgender Ablauf eingestellt:

Morgens ausgiebige Internet-Recherche bis zum Mittag gefolgt von einem kleinen Mittagssnack. Danach den Müll weg bringen. Auf dem Weg zum Wertstoffcontainer bei Baptiste und Judith vorbei für ein bisschen Smaltalk. Im Anschluß Spaziergang die Promenade entlang bis zum Hafen oder durch den Ort. Auf dem Rückweg noch im Supermarkt einkaufen.

Im Supermarkt wurden schon sehr früh Hygienemaßnahmen eingeführt. Zuerst waren nur die Kassiererinnen mit Masken und Handschuhen ausgestattet, ein paar Tage später mussten alle bereits beim Betreten des Supermarkts die Hände desinfizieren. Jeder Einkaufswagen wurde vom Personal desinfiziert.

Supermarkt, keine 100 m vom unserem Parkplatz weg und alles vorhanden inkl. Toilettenpapier 👍

Den Tage haben wir dann mit einem Feierabend Bierchen ausklingen lasen und dann mit dem Kochen fürs Abendessen begonnen.

Kreative Wohnmobil-Küche, wer braucht schon Restaurants 🤗

Am Samstag hatten wir die Fahrräder ausgeladen den wir wollten am nächsten Tag mal an den Lago Jeinemeni radeln. Aber dann kam wieder alles anders als geplant …. (Fortsetzung im nächsten Blog).

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