Am Lago Ranco vorbei nach Villarrica und Pucon

23.04. bis 04.05.2020

Unsere Erkundungsfahrt mit dem Fahrrad hat ergeben dass die Blockade vor Ensenada wieder aufgehoben wurde und nachdem wieder ausgiebige Regenfälle angekündigt waren hatten wir beschlossen weiter nach Norden zu fahren.

Die Route führte uns an den Seen Rupano und Puyehue vorbei an den Lago Ranco. Im Ort Lago Ranco hatten wir an der Wendeplatte der Strandpromenade hinter einer Absperrung übernachtet. In der Dämmerung hatten wir nicht bemerkt dass es eine Baustelle war, erst als um 09:00 Uhr der Baustellentrupp anrückte. Zum Frühstücken haben wir uns ein paar Kilometer weiter ein „Mirador“ gesucht.

Blick auf die Halbinsel Illahuapi

Um den See herum führt eine perfekt ausgebaute Strasse und wir beschlossen noch einen kleinen Abstecher zur Halbinsel Illahuapi zu machen. Irgendwie hatten wir aber die richtige Strasse verpasst und sind am Strand Arenal gelandet.

Hier gehts zum fast endlos langen Strand, wir sind am Tor vorbei …
… bis zum Parkplatz am Ende der Strasse gefahren.

Da die Wettervorhersage nicht so prickelnd war, sind wir nach einem weiteren Übernachtungsstopp um den Lago Ranco herum, durch Futrono durch und weiter Richtung Calafquen-See gefahren.

Saltos del Nilahue

Leider war dann vor Panguipulli der Weg zu Ende. Obwohl wir die Gesundheitskontrolle bestanden hatten durften wir nicht durch den Ort fahren 😕. Also blieb uns nichts anderes übrig als zurück und bei Los Lagos über die Ruta 5 (Autobahn) nach Villarrica zu fahren.

In Villarrica hatten wir Glück 🍀. Eigentlich war am Ortseingang auch ein Kontrolle aber es hatte geregnet und die Kontrolleure standen unter ihrem Pavillon so dass wir einfach vorbeifahren konnten.

Am Villarrica-See ist es ziemlich schwierig ein Plätzchen mit dem Fahrzeug zu finden da die ganzen Grundstücke am Ufer in Privatbesitz sind. Über WhatsApp haben wir ein Plätzchen von Manuel und Sandra empfohlen bekommen. Ziemlich genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen den Ortschaften Villarrica und Pucon geht ein Weg unter einer Brücke durch und am Fluss entlang.

Durchs Gestrüpp und …
… schöne geparkt am See
Wir und noch 2 weiter Camper 😎
Erfahrungsaustausch am Feuer: Manuel und Sandra aus Deutschland, Martijn und Nienke aus Holland.

Am nächsten Morgen hat pünktlich zum niederländischen „Koningsdag“ am 27.04. die Sonne gestrahlt. Unsere holländischen Nachbarn mit ihrem farblich passenden, umgebauten Ambulanz-Wagen waren schon fleißig mit ihren Freunden in Amsterdam per Videokonferenz am chatten. Um uns voll zu integrieren hatten wir „deutschen“ uns in „Oranje“ gekleidet. Die Freunde von Nienke und Martijn hatten ein Quiz vorbereitet und so verging die Zeit recht schnell mit Fragen beantworten und Aufgaben erledigen.

Einige Stunden und etliche Bierchen später sollte der schöne Tag noch genutzt werden und unsere Holländer haben kurzerhand die Matratze aufgeblasen und mit Manuel und Sandra, bewaffnet mit Angelroute und Musikbox, den See geentert.

Nachdem die Luftmatratzen-Crew unterwegs ins Wasser gefallen war und es nicht als kalt empfunden hatte, musste das Timo auch ausprobieren.

Am frühen Abend kamen zwei weitere Camper-Pärchen (Schweizer) zu Besuch vorbei. Als es leicht angefangen hat zu tröpfeln wurde von Manuel und Sandra kurzerhand ein Pavilion aufgebaut.

Am nächsten Tag waren wir wieder alleine und es wurde ruhig am See. Wir hatten Zeit die Umgebung zu erkunden. Die Wettervorhersage sah vielversprechend aus daher beschlossen wir die Fahrräder auszupacken.

Auch hier gibt es einen alles dominierenden Vulkan, den 2847m hohen und noch aktiven Villarrica.

Wenn man ganz genau hinschaut kann man ein Rauchwölkchen erkennen.

Eigentlich könnte man mit einer organisierten Tour bis an den Kraterrand hoch steigen, aber ….
… wegen COVID-19 alles geschlossen.

Pucon ist die Outdoor-Stadt schlechthin. Wenn nicht gerade alles geschlossen hat gibt´s hier von Trekking, Rafting, Kayaking über Mountainbiking und Reiten alles.

Ortsdurchfahrt Pucon

Nach den Fahrradtouren gab´s zur Belohnung ein Gläschen Wein zum Sonnenuntergang.

Nachdem wir schon bestimmt zwei Jahre den Edelstahl-Grill spazieren gefahren haben wurde es jetzt auch mal Zeit den Grill einzuweihen.

Der 1. Mai ist auch in Chile ein Feiertag und wie schon am Llanquihue-See wurden auch hier vor dem langen Wochenende vor Pucon eine Gesundheitskontrollen aufgebaut um die Wochenendausflügler aufzuhalten. Daher beschlossen wir das Wochenende abzuwarten und uns um die administrativen Dingen zu kümmern.

durchs Gestrüpp hatte Spuren hinterlassen

Letzter Blick zurück auf unseren schönen Platz am Lago Villarrica.

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