09.01. bis 11.01.2022
Wieder zurück auf der RN12 ging es weiter in Richtung der Iguazú Wasserfälle, auf argentinisch Cataratas del Iguazú. Nachdem es uns im Iberá so gut gefallen hat sind wir relativ spät losgekommen und nur ein paar Kilometer weiter nach links in den Ort Ituzaingo abgebogen.

Es war schon Mittag, heiß und wir hatten hunger. Am schönen Strand des Rio Paraná gab es eine Strandbar. Eigentlich wollte Timo auch noch eine Runde ins Wasser, aber hier war schwimmen nur innerhalb eines Netzes möglich, welches die Piranhas abhalten sollte. Aber kann man sich auf so ein Netz verlassen? 😬

Kurz vor Posadas haben wir die Provinzgrenze nach Misiones überschritten. Misiones, wie der Name schon erahnen lässt, ist nach den Missionen der Jesuiten benannt und ist der nordöstlichste Zipfel von Argentinien. Vier der Ruinen der Jesuitenmissionen haben es zum UNESCO Welterbe geschafft, aber uns war es für eine Besichtigung zu heiß.
Die knapp 300 km von Posadas bis nach Puerto Iguazú führen durch hügeliges bewaldetes Regenwaldgebiet und durch Ortschaften mit den netten Namen Jardin America, Puerto Rico, Montecarlo und Eldorado.


Kurz vor dem Ziel war im Ort Wanda ein Wegweise zu einer Edelsteinmiene angeschrieben. Neugierig sind wir dem Wegweiser gefolgt und haben uns die Mine angeschaut.






Am Nachmittag sind wir in Puerto Iguazú angekommen. Vorher wäre es schon rechts ab zu den Wasserfällen gegangen, unser Besuch war aber für den nächsten Tag vorgesehen und übernachten ist im Nationalpark nicht erlaubt.


Puerto Iguazú liegt im Dreiländereck (Triple Frontera) von Argentinien, Brasilien und Paraguay. Vom Aussichtspunkt Hito Tres Fronteras kann man links nach Paraguay und rechts nach Brasilien schauen.


Auf Grund der Hitze haben wir uns für die Übernachtung einen Campingplatz gesucht. Viel Auswahl gab es nicht, und zum Glücke hatte der einzige offene Camping einen Pool 😍. Parzelle gab es für unseren kleinen LKW keinen, aber der Parkplatz vor der Rezeption tut´s auch mal für eine Nacht.


Am nächsten Morgen sind wir früh los um endlich die viel gepriesenen Wasserfälle anzuschauen. Seit 1984 UNESCO Weltnaturerbe und der Touristenhotspot schlechthin im nördlichen Argentinien. Wir war gespannt was uns erwarten würde.


Die Iguazú-Wasserfälle sind die größten in Südamerika. Sie dehnen sich auf 2,7 km länge mit 20 größeren und 255 kleineren Wasserfällen aus und sind bis zu 82 m hoch. Dementsprechend weitläufig ist das Gelände, wie man im nächsten (leider schlechten) Bild sehen kann.

Die Hauptattraktion, der Gargante del Diabolo, ist ganz am Ende des Geländes und am bequemsten mit dem kleinen Zug zu ereichen. Man hätte die 3 km auch zu Fuss erwandern können, da wir aber unbedingt vor den Touristenmassen da sein wollten, war der Zug die schnellste Variante.






Mit dem Zug sind wir dann wieder ein Stück zurück gefahren um die anderen zwei Runden zu erwandern. Vom Circuito Superior gab es nochmal tolle Perspektiven auf die vielen kleineren Wasserfälle.






Die Wasserfälle waren schon beeindruckend und so haben wir beschlossen am späten Nachmittag nochmal mit dem Zug zum Gargante del Diabolo zu fahren. Sorry, und nochmal zwei Bilder 😂.


Zurück auf dem Camping, nach einer kleinen Erfrischungsrunde im Pool, haben wir das kulinarische Angebot von Puerto Iguazú erkundet.
Da uns die Restaurants in der „Restaurantmeile“ des Zentrums nicht so zugesagt haben, sind wir wieder ein Stück zurück gefahren. Beim Hinweg hat uns das „Schaufenster“ vom Restaurant Tatu Carreta schon das Wassser im Munde zusammenlaufen lassen. Das Parken an der Strasse war kein Problem, also nichts wie rein 😋.




Die Wahl des Restaurants war perfekt, es war super lecker.
Zum Schluß noch eine kleine Geschichte zum Thema, wie komme ich an argentinisches Pesos. Den besten Wechselkurs bekommt man über Western Union. Nun sollte man ja meinen, dass bei so einem touristischen Ort wie Puerto Iguazú auch einen WU-Schalter zu finden sein sollte. Nachdem wir nicht fündig geworden sind hatten wir unser Glück bei der Post versucht. D.h. schlange stehen bis man dran ist. Der Schalterbeamte konnte mit meiner Transaktionsnummer auf der WU-App gar nichts anfangen. Ich musste zunächst ein Formualar ausfüllen, dass bei „richtigen“ WU-Schaltern normalerweise digital ausgefüllt vorliegt. Jedenfalls wollte er immer eine CDI von mir. Keine Ahnung, was das für ein Nummer sein sollte. Die Kommunikation, wie immer auf Spanisch, war schwierig. Zufällig, bzw. zu meine Glück, fiel sein Blick auf ein Stück Papier das in meinem Reisepass steckte. Seine Augen begannen zu leuchten und siehe da, dass war das Dokument meiner argentinische Steuernummer, die ich Anfang 2020 bei unserem ersten Versuch an Geld über WU zu kommen, beim Finanzamt in Gualeguaychu bekommen habe. Wer unseren Blog verfolgt kann sich vielleicht erinnern, dass es eine lange Geschichte war. Wir haben in der Zwischenzeit x-mal Geld bei WU geholt und die CDI nie wieder benötigt.