15.12. – 19.12.2021
Der erst „richtige“ Ort nach der Grenze, entlang des Rio Mendoza, ist nach ca. 80 km Uspallata.


Unser erstes Ziel in Uspallata war an eine SIM-Karte zu kommen. Aber es war Unmöglich. Zunächst lernten wir dass in Argentinien SIM-Karte Chip heißt. Beim Kiosco schickte man mich zur YPF-Tankstelle – Fehlanzeige. Gegenüber war die Touristeninfo – welche, wie die meisten Touristeninfos in Südamerika, kein Englisch konnte – die mich wahlweise zum Kiosco oder zur YPF-Tankstelle schickte. Immerhin gab es an der Touristeninfo WiFi und so konnten wir mal kurz mit der Welt kommunizieren und verschoben den Chip-Kauf auf Mendoza.
Wir hätten auch auf direkterem Weg nach Mendoza fahren können, aber Timo hat noch eine Panorama-Strecke entdeckt und so sind wir über die Ruta Provincial 52 nach Mendoza gefahren.









Gleich am Ortseingang von Mendoza war ein Computer-Shop mit CLARO-Symbol im Schaufenster. Hier gab es den – für uns – begehrten Chip. Der Verkäufer konnte Englisch und hat mir erklärt wie die SIM-Karte zu aktivieren ist.
Zweiter Punkt der ToDo-Liste in Medoza war die Reparatur des noch nicht reparierten Ersatzrads. An der Hauptumgehungsstraße sind wir fündig geworden.



Wir haben hier den neuen Ersatzreifen von Dach auf die Felge des defekten Reifen montieren lassen und den Reparierten dann, als Notreifen, aufs Dach gepackt. So haben wir auf den Vorderrädern nun zwei neue Reifen und sollten für den Rest der Tour gerüstet sein.

Dritter Punkte der To-Do-Liste wäre Einkaufen, aber für heute hatten wir genug und Sehnsucht nach einer Abkühlung im Pool. Als Ziel haben wir die Posada Cavieres in Maipu ausgewählt.

Hier betreibt Hans aus Belgien seit 15 Jahren ein bisschen Weinbau und eine kleine Pension mit Restaurant für die Hausgäste. Overlander sind herzlich willkommen und seit begin der Pandemie sind wir auch die ersten die angekommen sind.




Leider hat sich unser CLARO-SIM-Karte ohne argentinische Ausweißnummer nicht aktivieren lassen. Also haben wir uns an nächsten Morgen mit den Fahrrädern auf dem Weg nach Mendoza zu einem CLARO-Shop aufgemacht.

Die Aktivierung im Shop ging ganz einfach und nachdem wir dann nur noch 5 km bis zur Fußgängerzone hatten sind wir gleich weiter geradelt.

Hier haben wir die Touristen-Polizei gefragt wo wir unsere Fahrräder sicher anketten können, aber die Dame hat gesagt in Mendoza ist nichts sicher, es wird alles gestohlen. Aber Sie hatte eine gute Idee. Wir durften die Fahrräder in der Polizeistation parken.


Wir sind die Fußgängerzone entlang gebummelt und haben zum Schluß noch ein Bierchen getrunken, bevor wir die 25 km wieder zurück geradelt sind.







Zum Abendessen hat uns Hans das El Mercado in Maipu empfohlen. Das El Mercado ist wie eine Markthalle aufgemacht. Man kann dort diverse Produkte/Lebensmittel kaufen aber auch an verschiedenen Ständen Essen bestellen und an einen beliebig Tisch setzen.


Wir haben uns von Hans hinfahren lassen und wollten mit UBER wieder zurück kommen, aber weder UBER noch ein Taxi war verfügbar so dass uns Hans auch wieder abholen musste 🙈.
Am nächsten Tag ging es dann endlich ans (Wein-)Tasting. Aber da wir vor 12:00 Uhr noch keinen Wein trinken wollten haben wir uns zunächst für ein Olivenöl-Tasting entschieden.

Bei LAUR, der Nr. 1 der Weltrangliste, gabe es eine kleine Besichtigung des Betriebs der nicht nur Olivenöl herstellt sondern auch als einziger nicht in Modena beheimateter Betrieb echten Balsamico-Essig herstellen darf.




Danach ging es dann weiter zu einem der größten Wein-Produzent in Maipu – Trapiche. Leider war eine Wein-Probe ohne Reservierung nicht möglich, da alle Termine schon vergeben waren.

So sind wir wieder zurück geradelt und haben unser Glück bei Tempus-Alba versucht.

Hier war ein kleine Weinprobe möglich. Im klimatisierten Bereich war eine größere Gruppe und der Lärmpegel dementsprechend, so dass wir uns auf die Terrase in Schatten gesetzt haben. Die Mädels waren recht nett, aber anstatt die Weine nacheinander einzuschenken, wurden alle Gläser gefüllt und erklärt. Bei 30 Grad im Schatten war das nicht ganz so ideal.

Etwas beschwingter hatten wir genug von Weinprobe und sind zurück geradelt – mit einem Ziel – nichts wie in Pool.




Am Abend haben wir das mit dem Taxi besser organisiert. Am Pool sind wir mit einer netten argentinischen Familie ins Gespräch gekommen, die am Morgen schon unser WoMo bewundert hatte. Beim Gespräch übers Abendessen haben Sie uns angeboten uns mitzunehmen, wieder ins El Mercado. Ein brasilianisches Paar hat sich uns angeschlossen und so hatten wir einen super lustigen Abend.

Danke für den Reisebericht und die schönen Bilder.
Grüße von Christa und Werner
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