Auf geht’s nach Argentinien 🇦🇷 oder ein Unglück kommt selten alleine ….

13.12. bis 14.12.2021

Nachmittags haben wir uns auf den Weg zum Paso Internacional Los Libertadores, also zur Grenze nach Argentinien, aufgemacht.

Für Argentinien musste man auch wieder eine eidesstattliche Erklärung vor der Einreise ausfüllen. Das Affidavit nennt sich in Argentinien DDJJ. Zusätzlich benötigt man einen negativen PCR-Test und eine Auslandskrankenversicherung. Wenn man vollständig geimpft ist entfällt die Quarantäne.

Den Papierkram haben wir unterwegs erledigt und es hat doch einige Zeit in Anspruch genommen, so dass wir leider, teilweise schon im Schatten, das tolle Tal des Rio Aconcagua entlang gefahren sind.

Als Übernachtungsplatz haben wir den Liftparkplatz des Skigebiets Portillo ausgewählt.

Dafür mussten wir erst noch die Serpentinen hochfahren. Ich glaube es waren so um die 30.

hier geht´s hoch 👆

Obwohl nur ein paar 100m von der vielbefahrenen Hauptstrasse entfernt, haben wir super geschlafen.

Hotel Portillo
Laguna del Inca, gleich hinterm Hotel Portillo

Frisch ausgeruht ging es dann los zur Grenze. Eigentlich wäre die Strasse durch ein Tunnel nach Argentinien gegangen, aber das wäre ja langweilig gewesen und wir wollten doch was von der Umgebung sehen. Also haben wir den Weg über den Pass, am Denkmal Cristo Redentor de los Andes vorbei, gewählt.

noch kurz den Luftdruck auf Piste angepasst
hier geht´s hoch über den Pass

Und so sind wir die Piste hochgekurbelt.

links unten sieht man den Eingang zum Tunnel

Auf der Hälfte der Strecke hat dann das Tire-Moni angefangen zu pipsen. Nach Timo’s Kontrollblick auf die Luftdruck-Anzeige waren die Fragezeichen in seinen Augen deutlich zu erkennen. Warum zeigt das System bei beiden Vorderreifen gleichzeitig einen zu niedrigen Luftdruck an? „Das ist bestimmt ein Fehler, da stimmt was nicht mit der Anzeige“. Ein paar Serpentinen weiter auf 3700m kurz vor der Passhöhe: „komisch, der Luftdruck nimmt weiter ab, jetzt muss ich mir das doch mal anschauen“. Und tatsächlich, Tür auf und ein leises „pffffffffff“ war von beiden Vorderreifen zu hören 🙈.

Tja, was nun wenn man nur ein vollständiges Ersatzrad dabei hat?

Hilft ja nichts 🤗 ein Rad wird gewechselt und das andere dann halt regelmäßig aufgepummt. Irgendwie wird es bis Argentinien schon halten.

Christus, Erlöser der Anden (3832 m) – nur nicht von uns 😕

Und so krochen wir den Pass auf der anderen Seite wieder herunter.

Unser „Kompressorle“ für Geländewagen-Reifen gab sich viel Mühe unseren LKW-Reifen aufzupumpen, aber es dauerte halt seine Zeit.

warten bis Luft im Reifen
Ziel in Sicht
hier gehts durch, dann ist man wieder auf der Hauptstrasse
Las Cuevas, immer noch 13 km bis zum Grenzhäuschen Los Horcones

Nach ungefähr 4 Std. und 6x aufpumpen, vorbei am Mirador Aconcagua, den wir eigentlich noch besichtigen wollten, hatten wir die Argentinische Grenzstation erreicht.

Die Abfertigung war relativ schnell erledigt, Zuerst Control Sanitario zur Prüfung des DDJJ, PCR-Test und unseres Versicherten- und Impfstatus. Dann Passkontrolle und Einreisestempel, danach Fahrzeugkontrolle und temporäre Import-Papiere fürs Womo. Unser LKW darf jetzt 6 Monate in Argentinien bleiben, wir nur 90 Tage 🤔.

Danach war wieder Reifen aufpumpen an der Reihe. Bis zur nächsten „richtigen“ Ortschaft waren es jetzt noch 72km 🥴.

Aber schon nach 30 km kam unsere Rettung. Eine Gomeria 🤩.

Schöne Aussicht beim Warten

Hier wollten wir eigentlich beide Reifen reparieren lassen, aber nachdem wir gesehen haben mit welcher Methode der junge Mann den defekten Reifen von der Felge gedrückt hatte, war die Reparatur des einen Reifen dann genug für uns.

Und so waren wir wieder einigermaßen Mobil unterwegs und sind wieder zurück gefahren, denn wir wollten am nächsten Tag unbedingt noch dem Aconcagua einen Besuch abstatten.

Als Übernachtungsplatz haben wir den Parkplatz des Skigebiets Los Penitentes gewählt.

Verdient: Feierabend-Bier 🍻

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten