Auf dem Weg zum Torres del Paine Nationalpark

05.03. bis 11.03.2020

Punta Arenas

Die Fähre von Porvenir kommt direkt in Punta Arenas an. Auf dem Weg begleiteten uns ein paar Delfine. Die hatten Spaß mit den Wellen der Fähre.

Punta Arenas ist mit über 100.000 Einwohner recht groß und wir mussten uns erst wieder an so viele Menschen gewöhnen. Unser kleiner Stadtbummel war ernüchternd, denn durch die Unruhen im Dezember letzten Jahres war noch sehr viele Geschäfte hinter Wellblech verschanzt oder die Scheiben hatte Löcher. Teilweise wurden gerade abgebrannte Gebäude abgerissen.

Viel Sehenswürdigkeiten hat Punta Arenas nicht und die paar sind alle um den Plaza Munoz Gamero angesiedelt.
Casa Sara Braun, Haus der Wittwe eines erfolgreichen Woll-Barons (1905)

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sind wir ein paar Kilometer nach Punta Arenas, auf dem Weg nach Puerto Natales, am Park Chabunco vorbeikommen. Hier darf kostenlos gecampt werden.

Puerto Natales

In Puerto Natales haben wir einen kleinen Besuch bei einer AirBnB Unterkunft gemacht. Hier war noch ein Koffer von Timos Nichte stehen geblieben 😉 Die zwei Brüder konnten sich auch noch an den Koffer erinnern und nach ein paar Minuten der Suche haben sie den Koffer auch wieder gefunden 😀 und wir haben ein neues spanisches Wort gelernt: maleta.

Im Vergleich zu Punta Arenas war es hier wieder sehr überschaubar und wir haben uns Wohl gefühlt. Zeit um die Vorräte für den Torres del Paine-Nationalpark aufzufüllen und mal wieder schön Essen zu gehen.

Das war am Nachbartisch: gemischte Grillplatte (Parilla)

Leider war das Wetter am nächsten Tag regnerisch und wir haben auf dem Weg zum Torres del Paine-Nationalpark noch etwas herumgetrödelt denn der Park kostet Eintritt und man bezahlt dann gleich für 3 Tage. Die 3 Tage wollten wir bei schönem Wetter zum Wandern nutzen.

Übernachtungsplatz an der Laguna Sofia

Weiter auf der Y-290 in Richtung Torres del Paine zum Picknickstopp an einem Wassserfall.

Nach dem Picknick: Plattfuß 😳Riss im Reifen, aufpumpen hilft nicht!
Reifenwechsel mit 4 Tonnen auf der Hinterachse auf nasser Wiese durchaus eine Herausforderung.
Kurz Wasser aus dem Fluss aufgefüllt
Nächster Übernachtungsplatz auf einem Lookout mit Torres-Blick.
Blick aus unserem Schlafzimmerfenster am nächsten Morgen.

Torres del Paine-Nationalpark

Nachdem das Wetter etwas besser wurde sind wir in den Park reingefahren.

Ranger-Station Rio Serrano / Eintritt in den NP

Ausgestattet mit dem Plan der Wandertouren haben wir an der Ecke vom Lago Grey angefangen.

Die erste Wanderung ging zum Aussichtspunkt auf den Berg Ferrier. Von dort kann man den Grey-Gletscher sehen.

bevor man wandern darf wieder die Registrierung im Ranger-Büro
Wo ist der Gletscher?
Ah, hier ist er!
Die Wanderwege sind gut beschildert und man sieht was einen noch erwartet.
Oben! A…kalt und der Wind hat einen fast vom Berg geblasen.

Wieder zurück haben wir dann noch eine kleine Wanderung an einen Aussichtspunkt am Lago Grey gemacht und die Eisberge im Wasser bestaunt.

Blick vom Lago Grey zu den Cuernos del Paine

Zum Übernachten haben wir uns dann auf den Parkplatz vom Pehoé Campingplatz gestellt. Praktischerweise gab es da auch ein Wasserhahn zum füllen unseres Wassertanks.

Parkplatz am Camping mit Blick auf die Cuernos del Paine.

Im Nationalpark gibt es keinerlei Telefonempfang und somit auch kein Internet um die Wettervorhersage zu prüfen. Nachdem es Morgens dann ganz vielversprechend aussah sind wir zum Las Torres Hotel Parkplatz, dem Startpunkt der langen Wanderung zum „Torres Lookout“ gefahren.

Am Visitor Center war schon viel los und wir haben uns mit vielen anderen auf die 8 Std Tour zu den Torres del Paine aufgemacht. Interessanterweise musste man sich für diese Wanderung nicht registrieren 🤔

Im Hintergrund das Las Torres Hotel
Versorgung der Chileno Lodge
Chileno Lodge, kommt nach 2 Std. anstrengender Wanderung
hier kann man sich auch in ein Zelt zur Übernachtung einmieten
nach der Lodge fängt der Nationalpark wieder an, die Umgebung der Lodge ist Privatgelände
ab hier gehts die letzte Stunde nochmal richtig steil hoch
Ziel erreicht 😍
Oben war viel los, vor allem an fotogensten Felsen vor den Torres. Witzigerweise habe wir hier oben auch einer der Brüder bei dem wir den Koffer abholt haben wieder getroffen 😀

Die Tour war richtig anstrengend aber mit dem Wetter haben wir einigermaßen Glück gehabt. Leider sind die Wolken an den Torres hängen geblieben.

Wir haben am Parkplatz des Visitor Centers übernachtet und am nächsten Morgen waren die Torres in voller Pracht zu sehen ….

… aber nur für eine Stunde und dann war Regen angesagt. Also haben wir den Tag mit Fahr-Sightseeing und ohne Wandern verbracht.

Zuerst Richtung Laguna Azul an den Paine Wasserfall
wäre mit Sonne und den Bergen im Hintergrund eine noch besseres Bild 😉
dann zum Wasserfall Salto Grande

Von Salto Grande hätten wir noch zum Cuernos-Aussichtspunkt wandern können, aber es war ja nichts zum sehen und so haben wir uns am Katamaran-Parkplatz häuslich eingerichtet. (Das ist übrigens der Parkplatz wo der Wind so stark blasen kann das sogar Wohnmobile umkippen)

Am Parkplatz standen noch drei weitere Europäer (Deutschland, Österreich und Luxemburg) im Wicked Camper. Ist voll der Hit in Chile, die Kastenwägen sind bunt bemalt und beliebt bei jungen Leuten da die Miete erschwinglich ist.

Da wir ja Zeit hatten und das Brot am Ende war habe ich mich mal am Brot backen versucht.

ganz ordentlich geworden😋

Leider war der nächste Tag nicht besser. Die Wicked Camper-Nachbarn waren der Meinung am Nachmittag reisst es auf und daher sind wir nochmal zum Camping Pehoé-Parkplatz zurückgefahren. Von dort startet die kleine Wanderung zum „Condor Lookout“.

Unten der Campingplatz, hinter der weißen Wand wären die Cuernos Torres.

Nachdem wir sowieso schon den vierten Tag im Nationalpark waren und nur 3 Tage bezahlt hatten, haben wir nach der kurzen Wanderung beschlossen weiter zufahren.

Unterwegs wieder getroffen: Edin und Jaqueline, die ihr Camper auch in Montevideo abgeholt haben.

Aus dem Nationalpark raus kommt wieder Argentinien 🤗

6 Kommentare zu „Auf dem Weg zum Torres del Paine Nationalpark

  1. Hallo ihr Zwei, das sind immer tolle Beiträge und Bilder, danke schön für’s „Mitreisen lassen“! Bleibt gesund in diesen wilden Zeiten! Grüße Jörg (ES-FE…..)

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