01.03. bis 05.03.2020
Eigentlich hatten wir in Puerto San Julian schon beschlossen dass wir auf Feuerland verzichten damit wir nach der ganzen Fahrerei noch ein paar schöne Tage im Spätsommer im Nationalpark Torres del Paines, beim Perito Moreno Gletscher und vor allem in El Chalten beim Fitz Roy haben. An der entscheidenden Kreuzung kurz vor Rio Gallegos haben wir dann nochmal den Wetterbericht für die kommenden Tage studiert. Das Wetter in Ushuaia war für die nächsten 3 Tage mit strahlendem Sonnenschein vorhergesagt während es beim Torres del Paine regen sollte. Also gut, was sind schon 600 km bis ans „Ende der Welt“ – und 600 km wieder zurück.
Usuhaia gehört zu Argentinien, aber um hin zu kommen muss man durch Chile durchfahren. Nach Chile darf nichts „rohes“ eingeführt werden. Also kein Obst, kein Gemüse und eigentlich keine Milch und kein Fleisch. Ob unter „Fleisch“ auch Wurst gehört wussten wir nicht, also haben wir am Lago Azul, kurz vor der Grenze, ein Picknick-Stopp eingelegt und die „rohen“ Vorräte verringert.

Die Ausreise aus Argentinien und die Einreise nach Chile war in Monte Aymond in einem Gebäude gut organisiert. Zuerst die zwei Schalter für Micraciones und Aduana raus aus Argentinien und dann die zwei Schalter für rein nach Chile. Für die Einreise nach Chile muss man ein Formular ausfüllen bei dem man angibt ob man was „rohes“ einführt. Wir haben mal ein Kreuzchen gesetzt und auf die Frage Was? mit „Casa Rodande“ (Wohnmobil) geantwortet. Das war Erklärung genug 😉 Um die Inspektion unseres Innenlebens des Wohnmobils kamen wir nicht herum aber der Verlust von den rohen Kartoffeln und den rohen Eiern konnten wir verschmerzen. Milch, Joghurt und die abgepackte Wurst durften wir behalten.



Tierra del Fuego ist eine Insel und durch den Magellan-Kanal vom Festland abgetrennt. Bei Punta Delgada gibt es eine Fähre die quasi rund um die Uhr in 30 min ans andere Ufer übersetzt.



Nach ca. 200 km durch Chile kommt man bei San Sebastian wieder an die Grenze nach Argentinien. Hier läufts anderes ab. Zuerst raus aus Chile, dann ca. 15 km Schotterstrecke durchs Niemandsland und dann rein nach Argentinien. 2x Grenze hat dann doch ganz schön Zeit gekostet und so sind wir unterwegs in die Dünen zum Übernachten gefahren.



Die Strecke nach Usuhaia, übrigens immer noch die Ruta 3, wird ab Rio Grande richtig schön, denn da gehts ins Gebirge. Irgendwie haben wir uns Feuerland ganz anders vorgestellt und wir waren begeistert von den Bergen, Wälder, Bächen und Seen.




Nachdem das Wetter ausgezeichnet war sind wir durch Usuhaia durch und gleich in den Nationalpark gefahren. Dort haben wir das WoMo an einer offiziellen Camping-Wiese abgestellt und vor dort einen kleinen Spaziergang gestartet.






Am nächsten Tag war wieder blauer Himmel und wir haben uns aus den 4 beschrieben Touren den Cerro Guanaco Trail ausgesucht.


Zum Gipfel ging’s recht steil hoch, aber der Ausblick vom Cerro Guanaco war herrlich auch wenn der Wind einen fast umgeblasen hat. Die Wanderung war ganz schön anstrengend und hat auf Grund der „lebensrettenden“ Maßnahme einer Marokkanerien durch Timo viel länger gedauert als geplant. (Das Mädchen hatte Höhenangst und sich an Timos Rucksack geklammert bis er Sie den Berg wieder runter geführt hat).









Zur Belohnung sind wir dann auch nach Usuhaia reingefahren und haben uns ein schönes Abendessen im Bodegon Fueguino gegönnt.



Der nächste Tag war bewölkt und regnerisch und daher haben wir nach den organisatorischen Dingen wie Geld besorgen und Einkaufen den langen Weg wieder zurück aufs „Festland“ in Angriff genommen. Wir wollten diesesmal die Fähre von Porvenier direkt nach Punta Arenas nehmen.




Unterwegs haben ich dann nochmal alle „Points of intrests“ in der Umgebung studiert und festgestellt es gibt noch eine alternative Schotter-Strecke über Bella Vista nach Chile. Vor Rio Grande gehts links weg. Wer fährt schon gerne hin und zurück die gleiche Strecke 🤗




Am nächsten Morgen ging’s schon früh weiter zur Grenze. Wir waren die Ersten und auch die Einzigen 🤗











