07.04. bis 23.04.2020
Schon von Puerto Montt aus hatten wir einen Ausflug an den Lago Llanquihue gemacht. Die Region um den See ist überwiegend durch Landwirtschaft geprägt. Abgesehen von den Vulkanen Orsono und Calbuco fühlte man sich wie im Allgäu.

Um den See wurden ab 1853 viele Deutsche Einwanderer angesiedelt die dort diverse Ortschaften gegründet haben, darunter Puerto Varas und Llanquihue die wir uns angeschaut haben.




An der Strasse um den See herum kommt man an vielen alten von Einwanderern gebauten Häuseren vorbei.




Bei den deutschen Einwanderern waren natürlich auch ein paar schaffige Schwaben aus dem Remstal dabei. Das haben wir aber erst später recherchiert nachdem uns der Name Mödinger auf unserer Lieblingswurst neugierig gemacht hatte.


Am Ortseingang nach Llanquihue steht eine riesige Wurstfabrik, die Cecinas Llanquihue de Mödinger. Leider mussten wir uns gerade wieder einem Gesundheitscheck unterziehen so dass wir ganz vergessen haben ein Foto zu schießen 🙄
In Puerto Varas hatten wir unsere Lieblings-Supermarktketten Jumbo entdeckt. Günstig am Ortseingang gelegen mit Parkplatz, Reinigung und Apotheke nebenan. Zum 08. April wurde die Maskenpflicht in Chile eingeführt und so konnten wir uns in der Apotheke gleich eindecken und das Survival-Kit komplettieren.




Wir hatten einen Besuch bei anderen Reisenden vereinbart. Die beiden (Marco & Eva) standen auf einer Wiese kurz vor Las Casadas, auf der anderen Seite des Sees.

Auf dem Weg dorthin haben wir zwischen Puerto Varas und Ensenada unseren späteren Übernachtungsplatz gefunden. Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie Lange wir dort bleiben würden 😀


Nach dem Ort Ensenada beginnt der Nationalpark und dort geht die Strasse zum Vulkan hoch. Da alle Nationalparks geschlossen waren und wir nicht mit dem Auto hochfahren wollten haben wir die Fahrräder ausgepackt und sind ein Stück die Strasse hochgeradelt. Leider geht die Strasse die meiste Zeit durch den Wald so dass es keine schönen Aussichtspunkte gab.




Eigentlich wollten wir nur das lange Oster-Wochenende am Llanquihue-See abwarten bis wir wieder eine Stück nach Norden fahren. Aus den Medien hatten wir mitbekommen dass bei vielen touristischen Ortschaften die Zufahrten blockiert wurden damit keine Besucher über die Feiertage anreisten. Vor Ostern war es kein Problem durch Ensenada zu unseren Bekannten nach Las Cascadas zu fahren. Zum Karfreitag wurde die Durchfahrt durch Ensenade blockiert und die Blockade blieb auch nach Ostern bestehen 😕. Also beschlossen wir nochmal eine Woche zu warten.

Die Zeit wurde genutzt um sich mit dem Energiemanagement zu beschäftigen …


… die Wasserversorgung sicher zu stellen …


… einen großen Hausputz durchzuführen ….

… die Kormorane zu beobachten …

…. und die Drohne auszupacken.


An den regnerischen Tagen haben wir zu Fuß die Umgebung erkundet und dabei sind wir zufällig am Haus von Daniel vorbei gekommen. Er führt normalerweise Motorrad-Touren durch Patagonien durch und durch Corona war das aktuell nicht möglich. Wahrscheinlich hatte er sich über ein bisschen Abwechselung gefreut als er uns zwei, im Regen spazierende Fremde, angesprochen hatte.
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Bei schönem Wetter wurden die Fahrräder ausgepackt.











Zurück am See ein kleines Picknick bevor wir den Abend eröffnet haben.





Es verging fast kein Tag an dem nicht ein paar Chilenen zum Fischen vorbeigeschaut haben. Am neugierigsten war aber Eduardo auf uns und so ergab sich dass wir nicht alleine am Feuer sitzen mussten 😂



Barbara, die Tochter von Eduardo war für ein Jahr in Neuseeland und konnte sehr gut Englisch und so musste Sie zwischen Ihrem Vater und uns übersetzten. Eduardo ist im Fisch-Export tätig und am nächsten Tag wurden wir großzügig mit Kostproben seiner Produkte eingedeckt😋.



Unsere Erkundungsfahrten mit dem Fahrrad hatten ergeben dass die Blockade vor Ensenada wieder aufgehoben wurde und nachdem wieder ausgiebige Regenfälle angekündigt waren haben wir Abschied genommen um in trockenere und wärmere Regionen nach Norden zu wechseln.
