24.12. bis 25.12.2021
In Rodeo haben wir schon bemerkt dass an unserem rechten hinteren Reifen über Nacht ein bisschen Luft abhanden gekommen ist. Aber der Verlust war minimal und dass uns bekannte „pffffff“ war nicht zu hören. Beim nächsten größeren Ort San José de Jáchal gab es zwei Tankstellen und mit genügend Luft im Reifen sollte die 130 km bis zu ersten Nationalpark Ischigualasto machbar sein. Es ist Weihnachten der 24.12., lt. Anfrage über WhatsApp hat der Park geöffnet und zum Reifenwechseln hatten wir keine Lust.

Kaum waren wir unterwegs zeigte unser Tire-Moni dass es mit der Luft in unserem rechten Hinterreifen gar nicht gut aussah. Durch den höheren Druck im Reifen war der Verlust je gefahrenen 10 km auch größer. Uns blieb also keine andere Wahl entweder doch Reifen wechseln oder im nächsten Ort eine Gomeria finden.
Huaco entpuppte sich als Kuh-Kaff, aber wir hätten eigentlich Glück gehabt, denn es gab wirklich eine Gomeria. Aber es war Weihnachten und wir hatte den Jefe auch noch während der Siesta gestört. Als er unser LKWle gesehen hat schüttelte er nur mit dem Kopf.
Die Ursache des Luft-Verlusts war indessen schnell gefunden. Da steckte doch tatsächlich eine Schraube im Reifen 🤔. Nachdem wir uns bei der letzten Reifenpanne nicht so recht getraut hatten das Reifenreparatur-Set zu benutzen, war dieses kreisrunde Loch geradezu prädestiniert für unseren ersten „Do-It-Yourself“-Versuch.



Es hat perfekt geklappt und so rauschten wir die restlichen Kilometer dem Nationalpark Ischigualasto entgegen ….


… um dann vor der geschlossenen Schranke festzustellen, dass der Park ab 12:00 Uhr bis einschließlich 26.12. geschlossen hat.
Das Umfeld für Weihnachten haben wir uns auch anders vorgestellt, als vor einer geschlossenen Schranke zu campieren und so entschieden wir bis zum nächsten Nationalpark Talampaya weiterzufahren.


Hier hatten wir Glück, Nationalpark und Campground geöffnet.


Beim Einchecken, auf den Stellplatz im abgesteckten Bereich neben der Nationalparkverwaltung, musste ich doch tatsächlich angeben wie gut wir zum Überleben in der Wildniss ausgestattet sind 🙈.



Die Hauptattraktion des Parque National Talampaya ist ein trockener Wasserlauf welcher durch steile Sandsteinhänge begrenzt wird. Nebenbei gibt es noch ein paar Felsmalereien zu bestaunen, die vermutlich auch der Grund sind, dass der Park seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Die Besichtigung der spektukalären Felsformationen ist nur im Rahmen einer Tour möglich und war sozusagen KEIN Schnäppchen.


Unser Guide wusste viel zu erzählen – aber nur auf Spanisch. Die Argentinier sind generell so was von Nett, dass eine Mutter mit Ihren zwei Kinder aus unserer Gruppe, ihrem gut englisch sprechendem Sohn beauftragte uns alles ins englische zu übersetzten.








