Puerto Montt

31.03. bis 07.04.2020

An nächsten Morgen sind wir nach Puerto Montt gefahren um die Verlängerung unseres TIPs persönlich beim Zoll in die Wege zu leiten.

Leider hatten auch hier alle Ämter geschlossen. Wir hatte in soweit Glück dass sich ein netter Beamter der Steuerbehörde/Finanzamt (?) unserem Problem angenommen hat. Er konnte nur Spanisch, wir weiterhin nicht 🤗, aber mit Hilfe des Internets hat unsere Kommunikation ganz gut funktioniert. Franklin (sein Name) hatte gute Kontakte zum Zoll und mal kurz dort angerufen. Die Antwort war für uns leider enttäuschend. Die Beantragung der Verlängerung muss per Mail an den Zoll in Coyhaique erfolgen, da dass die Region ist in dem das WoMo eingeführt wurde. Alternativ können wir auch zu einer Zollstelle, in Begleitung des chilenischen Obhutnehmers in der Region in der das Fahrzeug abgestellt wird, gehen. Letzteres schließt sich in der aktuellen Situation aus, da bisher alle „Aduanas“ geschlossen waren.

Franklin und ich im Dialog

Nach der „Verhandlung“ haben wir noch ein wenig die Stadt besichtigt. Puerto Montt ist mit über 100.000 Einwohner eine große Stadt und wichtigster Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt der Region Los Lagos. Dementsprechend „Bussy“ war es auch trotz Corona in der Stadt.

Denkmal der ersten deutschen Einwanderer die 1852 hier angekommen sind.
Auf dem Weg von Puerto Montt nach Chinquihue fährt man durch Angelmo, eine beliebte Kunsthandwerker-Meile. Aber leider alles geschlossen.

Zurück auf unserem „Parkplatz“ bei Jörg haben wir uns mit Ihm über die Lage in Chile und über einen bevorstehenden Shutdown und dadurch evtl. neu zu erwartenden Unruhen unterhalten. Jörg, sowie auch der Konsul von Puerto Montt sahen die Lage eher unkritisch. In der Zwischenzeit hat die Botschaft von Santiago den für das Wochenende avisierten Rückholflug für Donnerstag Nachmittag bestätigt. Man konnte sich darauf bewerben, aber ohne Garantie dass man auch mitgenommen wird. Jetzt war es schon Mittwoch Nachmittag und wir waren immer noch 1.000 km von Santiago entfernt 🥺. Wie sollten wir so kurzfristig nach Santiago kommen, das WoMo parken, den Schriftkram erledigen? Und was machen wir dann dort, sollten wir keinen Platz in der Rückholmaschine bekommen?

Nach der Einladung zu einem kleinen Vesper mit seiner Familie hat uns Jörg das Angebot unterbreitet wir könnten so lange wie wir wollten auf seinem Grundstück bleiben und gerne auch bei Bedarf Wasser zapfen. Seine Wachhunde haben uns als neuen Familienzuwachs ebenfalls akzeptiert und so sind die Würfel gefallen. Wir bleiben in Chile 🇨🇱🙂

Von Puerto Montt aus haben wir immer wieder kleinere Ausflüge unternommen. Zum einen sind wir die Carretera Austral bis zur Fähre Richtung Süden gefahren und wir haben einen Ausflug ins 30 km entfernte Puerto Varras an den Llanquihue-See gemacht. Außer das alle Geschäfte und Restaurants geschlossen waren, war um Puerto Montt „business as usual“ angesagt, Keine weiteren Checkpoints mit Gesundheitskontrollen auf der Straße.

Ende der Strasse Carretera Austral bei Caleta La Arena, aber hier muss man mit der Fähre weiter bis bei Caleta Puelche die Strasse weiter geht.
Chile ist nach Norwegen der zweitgrößte Zuchtlachs-Produzent der Welt. Die ganze Küste entlang sieht man die Netze der Aquakulturen …
… auch das Frauenhofer Institut ist hier vertreten.
Hier gibt es sogar Kerosin an den Tankstellen, Flugzeug war gerade keines da 🙂
Letzter Blick auf Puerto Montt

Nachdem unsere Ausflüge ins Umland gezeigt haben dass es möglich ist ein Stück weiter zu fahren, haben wir nach einer Woche entschieden den sicheren Hafen zu verlassen und Abschied von Jörg und seiner Familie zu nehmen. Auf gehts in Richtung Puerto Varras 🌋🙂

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