12.03.2024 bis 18.03.2024
Nachdem wir ja jetzt schon mal in Foz do Iguaçu waren, schauten wir selbstverständlich bei den Iguazu-Wasserfällen vorbei. Eigentlich wäre das der Plan für den Rückweg nach Paraguay gewesen.
Das Eco Hostel liegt strategisch gut, fußläufig vom Park-Eingang weg und so waren wir recht früh am Ticket-Schalter und konnten uns noch auf den zweiten Bus einbuchen.



Der Bus bringt einen die 11 km an den Start des „Trilha das Cateratas“. Von dort kann man gemütlich auf einem Wanderweg, immer mit Blick auf die vielzahl der Wasserfälle wandern, bis man am Ende unten, auf einem Steg fast direkt vor dem Haupt-Wasserfall Garganta do Diabo, also dem Teufelsschlund zum stehen kommt.



Wir hatten die Wasserfälle vor zwei Jahren von der argentinischen Seite schon mal angeschaut, aber die Perspektive der brasilianischen Seite ist nochmal ganz anders und die Besichtigung hat sich definitiv gelohnt.
Nachdem wir kurz nach Mittag mit den Wasserfällen fertig waren, haben wir uns auch noch den Parque das Aves angeschaut, da wir schon mehrfach gehört und gelesen haben, dass der Vogelpark sehr schön sein soll und dem erhalt der in Brasilien vom aussterben bedrohten Vogelarten dient.

Der Park war in Themenbereiche angeordnet und alles war in portugisiesch, spanisch und englisch beschriftet. Der Weg führte immer abwechselnd an den Volieren vorbei oder durch die Volieren durch so dass man den Tieren ganz nahe kommen konnte, vor allem den neugierigen Papagaien.






Nach einer weiteren Nacht im Eco Hostel ging es am nächsten Morgen dann auf die knapp 700 km nach Curitiba. Viel sehenswertes haben wir auf der Strecke in unserer Recherche nicht entdecken können, aber unverhofft kommt oft und so war nach nicht mal 100 km ein Schild Parque Nacional Iguazu 🤔. Aha, hier hätten wir jetzt eigentlich keinen Ableger vom Nationalpark Igauzu erwartet, aber zeitlich gerade richtig für einen ausgiebigen Frühstücksstop bogen wir rechts ab und parkten uns auf die Wiese unter einen schattenspendenen Baum.

Nach dem Frühstück gab es noch eine kleine Wanderung durch ein Stück geschützten atlantischen Regenwald. Und wieder wurden wir überrascht als es laut knackte und raschelte und über uns eine Affenfamilie durch die Bäume turnte.

Weiter die BR-277 entlang, auf und ab, Kurve links, Kurve rechts durch hügelige Landschaft, unterbrochen durch einen Einkaufsstop und einer Picknick-Pause sind wir dann auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz am kleinen Wasserfall des Rio Tapera gelandet.
Um an den Wasserfall zu kommen mussten wir (nur 😉) 5 km Piste Steil den Wald runter fahren.
Gemäß der Infrastruktur mit Parkplatz-Bezahl-Häuschen und Kiosk scheint das nicht unbedingt ein Geheimtipp oder eine stille Oase zu sein, aber unter der Woche, außerhalb der Schulferien waren wir ganz alleine.
Schnell die Badesachen gepackt und zur Abkühlung direkt unter den Wasserfall.


Am nächsten Morgen hat Timo noch schnell die Drohne ausgepackt. War wohl ein bisschen aus der Übung beim Fliegen 😂.
100 km vor Curitiba wollten wir noch einen Abstecher in den Parque Estadual de Vila Velha machen. Da man dort nicht übernachten darf fiel unsere Wahl auf die Colonia Witmarsum. Wie der Name schon erahnen lässt, eine ehemalige deutsche Kolonie, die das deutschtum perfekt vermarktet. Mit Heimatmuseum, Cafe Kliewer, Bierwelt, Frutilhas Löwen und Edit´s Kaffe Hof, sollte man meinen dass bei uns die Küche hätte kalt bleiben können, aber alle Restaurants haben nur bis 15:00 Uhr geöffnet 🤔.


Nach einer ruhigen Nacht, wollten wir gerade noch Wasser an einem Wasserhahn der Sporthalle zapfen, da kam ein Einheimischer vorbei und erklärte uns wo es eine besseren Quelle mit gutem Brunnenwasser gibt, wo er dann auch auf uns wartete und beim befüllen half.

Jetzt ging es aber endlich los um möglichst vor der großen Hitze die Sandsteinfelsen von Vila Velha zu besichtigen. Der Park wird touristische bestens vermarktet und der Eintritt hätte lt. der Webseite das doppelte kosten sollen, als wir letztendlich bezahlt haben. Entweder gingen wir schon als Brasilianer durch 😉 oder es lag an der Nebensaison, denn es waren so gut wie keine weiteren Besucher anwesend. Vom Visitor Center wurden wir dann mit dem Bus den knappen Kilometer zu den Felsen gekarrt.

Unser „Guide“ hat uns dann in perfektem Englisch kurz erklärt wie alt die Felsen sind und wie sie entstanden sind und dann durften wir alleine die 3,5 km um die Felsformation herum und zum Visitor-Center zurück wandern.




Die zweite Tour war dann eine längere Busfahr zur Lagoa Dourada, einer mit Wasser gefüllten Höhle die angeblich in der Sonne golden leuchten soll und danach zu den Furnas, zwei eingestürzte Höhlen die sich als tiefe, teilweise mit Wasser gefüllten Löcher zeigten. Hier gab es wohl mal vor längerer Zeit einen Aufzug mit dem man in so ein Loch hinunter gefahren werden konnte. Aktuell ist der Aufzug außer Betrieb.



Während die erste Tour zu bzw. um die Sandsteinfelsen sehr schön war, hätten wir uns die zweite Tour eigentlich sparen können.
Auch Curitiba hatten wir gar nicht geplant, da wir da schon mal in 2022 waren, aber unsere Vorderreifen hatten sich so seltsam abgefahren, dass wir da mal nach unseren Stoßdämpfen schauen lassen wollten. Die Werkstatt hatte am Freitag schon zu, bis wir im Feierabendverkehr endlich in Curitiba aufgeschlagen sind. So parkten wir auf dem großen beleuchteten und bewachten Parkplatz am Parque Barigui, noch nicht ahnend das der Parkplatz die nächsten 4 Tage unser zu Hause werden würde 😂.

Am Samstag fuhren wir dann ganz früh bei der Werkstatt Molas Kuzma vor. Der Meister und sein Mitarbeiter schauten sich unser LKWle ganz genau an und waren der Meinung dass die Lenkstange zu viel Spiel hat und dass der Lenkungs-Dämpfer der bei unserem Fahrzeug zusätzlich verbaut, aber schon seit längerer Zeit ausgerissen war, schon seinen Sinn hatte und sie ihn wieder fixieren werden. Wir sollen am Montag vorbeikommen.
Zurück zu unserer „Homebase“ hatten wir jetzt das ganz Wochenende Zeit um die verstreut liegenden Sehenswürdigkeiten von Curititba anzuschauen. Also pakten wir die Fahrräder aus und los ging die Sightseeing Tour:














Unser kleiner LKW fiel zwischen den PKWs auf dem Parkplatz schon ein bisschen auf und so hatten wir ständig neugierigen Besuch. Die Unterhaltungen waren meist schnell beendet, da wir kein portugisisch können und die meisten Brasilianer nur portugisische sprechen. Auch mit unserem rudimentären Spanisch funktionierte keine Konversation. Nur Jeferson Luiz von Grafen (!), natürlich stolz auf seinen deutschen Nachnamen, war besonderst hartnäckig und mit Hilfe von Google Translater funktioniert die Unterhaltung ganz gut. Wir erzählten Ihm dass wir am Montag einen Termin in einer Werkstatt haben um die Dämpfer prüfen lassen wollten und bemerkten nebenbei das die Gummipuffer auch verschlissen sind. Er kannt die Werkstatt und meinte er wolle gleich Montag morgen anrufen und dafür sorgen das alles gut funktioniert.
Am Montag waren wir dann pünktlich zum vereinbarten Termin in der Werkstatt. Nach einiger Zeit tauchtet dort plötzlich Jeferson auf, tippte Timo auf die Schulter und drückte ihm die Gummi-Puffer der Stoßdämpfer in die Hand. Er hatte sie besorgt und uns geschenkt. Wahnsinn, oder?

Und da das halbe Fahrwerk jetzt sowieso schon zerlegt war, wurden die Gummi-Puffer am Dämpfer und die Gummi-Puffer an den Blattfedern auch gleich getauscht.


Die Reparaturen dauerten dann doch den ganzen Tag und wir blieben eine weitere Nacht in Curitiba.
Hallo ihr Lieben Ihr habt doch immer Glück., da ihr immer Leute findet wo euch was gutes tut wie di Gummidämpfer schenkt, wie Gastfreundlich..der Mann machte einen Vertrauten Eindruck.Der Park sieht super aus,mitten ihm Zentrum Elke du siehst gut aus,da läßt sichs gut aushalten,Timo bei den Wasserfällen,da hat esmich gerade geschaudert..das Blld mit dem Großen Markt , das schöne Obst.die Bilder mit den schönen VÖGEL. abends werdet ihr bestimt Ge chäft sein , mit sovielen schönen Eindrücken
Von meinem iPad gesendet
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