19.03.2024 bis 22.03.2024
Unser nächstes Ziel war der Parque Estadual Turistico do Alto Ribeira, abgekürzt PETAR. Es gab zwei Weg ans Ziel, entweder die kostenpflichtige Autobahn BR-116 oder die Estrada da Ribeira (BR-476) durchs hügelige Hinterland. Wir entschieden uns für´s Hinterland. Die Strasse war in sehr gutem Zustand, doch die vielen kurven und Steigungen in Verbindung mit zahlreichen Holzabfuhr-LKWs und einem nahendem Gewitter ließen uns schon frühzeitig einen Übernachtungsplatz suchen. Zwischen der dichten Bewaldung hatten wir ein nettes lichtes Tal mit Teichen entdeckt, dazu noch ein Wegweiser Valle do Ribeira.

Die Abfahrt in das Tal sah schon ein wenig eng aus für eine Zufahrt zu einem Ort und als wir dann am offenen Gatter vorbei fuhren war klar, dass das eher was Privates sein musste. Aber egal, direkt am Teich war ein kleiner Parkplatz und ansonsten war keine Menschenseele zu sehen. Wir machten es uns gemütlich und warteten ab ob der Herr des Grundstücks überhaupt vorbei kommen würde.

So kurz vor Sonnenuntergang kam dann die Familie (ein ganzes Auto voll) die Zufahrt herunter gefahren, stutzte kurz und begrüßte uns dann in sehr gutem Englisch in ihrer Eco Posada 🤗. Nach kurzer Unterhaltung war klar, dass wir hier parken bleiben durften.
Am späten Abend brach dann das sich schon früh angekündigte Gewitter mit Starkregen über uns herein und wir schielten öfters mal zum Fenster raus, um zu schauen ob der Teich schon übergeschwappt ist und wir im Hochwasser stehen. Aber alles OK.
Am nächsten Morgen ging es dann bei strahlendem Sonnenschein weiter.

Der letzte größere Ort vor dem Nationalpark war Apiai. Hier war Einkaufen angesagt und ein bisschen Füße vertreten im kleinen Stadtpark Morro do Ouro.



Ok, wir haben den Spaziergang unterschätz. Es waren zwar nur 1,7 km, jedoch nach dem wir uns 2 mal verlaufen hatten wurden daraus 6 km und mit dem steilen bergauf in der Mittagshitze, waren wir dann doch ganz schön geschafft bis wir oben angekommen sind.



Am Parkplatz des Stadtparks war auch die Touristen-Info platziert und ein älterer Herr hat uns dann in 3 verschiedenen Sprachen (englisch, spanisch und portugisisch) vollgetextet und uns von unserem eigentlich Plan auf den Camping innerhalb des Nationparks zu fahren abgebracht und uns den Weg Richtung Iporanga empfohlen. Im Bereich „Nucleo Santana“ gäbe es viele Aktivitäten und die wären außerhalb des Nationalparks und würden nichts kosten. (Kost nix, zieht halt immer beim Schwabe 🤗).
So sind wir die 23 km übelste, aber landschaftlich tolle Piste dort hin gefahren um dann, in der Zwischenzeit schon nach 17:00 Uhr, vor einem geschlossenen Eintrittshäuschen zum Nationalpark PETAR zu stehen 🤔.


Zum Übernachten gab es unterwegs keine geeignete Stelle und so sind wir halt nochmal 4 km weiter den Berg runter gefahren, bis zum Camping Moria. Kost nix, war damit schon zwei mal hinfällig 😂.

Am nächsten Morgen haben wir dann die Fahrräder ausgepackt und sind die 4 km den Berg wieder hoch zum Eingang des Nationalparks geradelt.

Der Eintritt kostete ca. 7 € pro Person. Das Highlight der ganzen Region sind die vielen Höhlen, die man nur mit einem Guide besichtigen kann. Das war uns vorher schon klar und wir wollten auch keine Höhle besichtigen sondern einfach ein paar schöne Wanderungen, idealerweise zu ein paar Wasserfällen machen. Leider gab es an diesem Bereich des Nationalparks nur eine Mini-Wanderung zu einem Mini-Wasserfall und zum Eingang einer Höhle.






Dann entdeckten wir doch noch einen 3,5 km langen Wanderweg, schön am Rio Betari entlang, aber aus Sicherheitsgründen auch nur mit einem Guide (Guide heißt hier Monitor)! Das war uns dann doch zu blöde und nachdem niemand da war um uns aufzuhalten sind wir also einfach mal los marschiert. Nach der halben Strecke, kam uns dann ein kleine Gruppe entgegen, die uns leicht irritiert angeschaut hatte und uns mit Händen und Füßen und mit den aus der hintersten Ecke des Gehirn hervorgekramten Brocken Englisch darüber aufgeklärt haben, dass der Weg viel zu gefährlich ist und ohne Guide auf gar keinen Fall gewandert werden darf!



Also, dann halt nicht. Wieder zurück gab es dann noch eine kleine Abkühlung im „Natural Pool“ und danach sind wir wieder den Berg runter zu unserem immer noch einsam auf dem Camping stehenden Womo geradelt.


Fazit für uns, der Bereich „Nucleo Santana“ taugt nur was, wenn man hier die Höhlen besichtigen möchte, für uns wäre wahrscheinlich der Bereich „Nucleo Caboclos“ mit Camping im Nationalpark besser geeignet gewesen. Zurück und dort hin wären es 66 km gewesen, da lt. Wetterbericht für die nächsten Tage eher keine Sonne zu erwarten war, haben wir darauf verzichtet. Jetzt gibt es nur noch ein Ziel, ab ans Meer.
Die Straße verlief bis zur Ortschaft Eldorado am Fluss Ribeira do Iguape entlang und war gesäumt von endlosen Bananenplantagen. Leider gab es die ganze Strecke keine vernünftige Ausbuchtung/Parkplatz für einen Frühstücksstop. Aber wir haben dann doch ein Plätzchen mit Unterhaltungs-Programm gefunden 🤗:

Im weiteren Verlauf der Straße haben wir auf Google-Maps dann ein vielversprechendes Bildchen zu einem großen Wasserfall gesehen und da wir ja im PETAR nicht wirklich zum Wandern gekommen sind, entschieden wir uns mal wieder rechts abzubiegen und die Wanderung in Angriff zu nehmen.
Das Grundstück ist in Privatbesitzt und so war eine Eintrittsgebühr von 20 Real/pP (3,60 €) fällig. Man hätte eigentlich mit dem Auto ca. 2 km bis zum Start der Wasserfall-Wanderung steil den Berg hochfahren können, aber gerade als wir los fahren wollte, hatte sich der Chef des Grundstücks unser LKWle nochmal genauer angeschaut und gemeint auf Grund des evtl. einsetzenden Regens wäre es doch besser unten zu parken. So packten wir unsern Rucksack und wollten gerade los marschieren, da meine er, er könnte uns doch auch kurz hoch fahren 🤗. Vorne war nur Platz für einen, Timo hatte bei der wilden Fahrt hinten seinen Spaß.

Oben angekommen, traute er uns wohl nicht zu den Weg bis zum Wasserfall zu finden, denn er begleitet uns dann auch noch direkt vor den Wasserfall.


Zurück ließ er uns dann alleine gehen und da wir keine Lust hatten die Straße wieder runter zu laufen, haben wir ein Stück Pfad durchs Vale das Ostras entdeckt, welcher dann auf halber Strecke wieder auf die Piste münden sollte.

Der Pfad war der Hammer. Er ging immer mal abwechselnd links oder rechts vom Wasser entlang und man musste ständig durchs Wasser die Seite wechseln und neben den Wasserfällen runter klettern.



Völlig Happy ob des vielen Spaß den wir beim Klettern hatten, sind wir dann wieder bei unserem Fahrzeug angekommen. Jetzt war es Zeit die letzten 200 Kilometer auf schnellstem Weg ans Meer zurückzulegen, bevor es dunkel werden würde.

Halloihr Liebein Elke u.Timo eure Wanderung ist schon interesand ,durch diese Höhlen u.awasserfälle zu laufen.bis ihr endlich am Meer sind bei dieser Hitze. Ich glaube ich habe diesen Bericht schon einmal gesendet.mit vielen Hindernissenohne. Begabung mit der Technick Ich bitte um Verzeiung. Ich danke euch für die schönen Bilder ich muss sie immerwieder anschauen ,und ich bin mit meinen Gedanken bei euch, habt noch viel Spaß , bleibt Gesund, ich hab euch lieb ,eure Mutter. Mir u.Agnes geht es gut, es ist heute sehr warm und haben soeben Kaffee getrunken auf Terrasse ohne Gäste.jetzt gehen Agnes und ich. Noch ein bischenspazieren, seid von mir gedrückt.Elfriede.
Von meinem iPad gesendet
>
LikeLike