Rota Ecológica („ökologische Route“) oder eher die romatische Route?

28.04.2024 – 01.05.2024

Unser nächstes Ziel ist der Küstenstreifen der als Rota Ecológica (lt. einem brasilianischen Journalist) bezeichnet wird. Der Abschnitt liegt nördlich von Maceió, der Hauptstadt des Bundesstaat Alagoas in dem wir uns seit der Überquerung des Rio Sao Francisco befinden. Lt. unserem Reiseführer „liegen fernab vom Massentourismus mehr als 40 km nahezu unberührte Stände“ weshalb eher „romatische Route“ als Bezeichnung besser passen würde. Hört sich doch vielversprechend an, oder nicht?

jedes noch so kleine Dorf hat meistens eine schöne Kirche

Zunächst waren wir auf Empfehlung von Horacio am Praia do Gunga, der einer der schönsten Strände in Brasilien sein soll. Der Praia do Gunga scheint generell sehr beliebt zu sein, da auf der Zufahrt zum Strand eine Parkgebühr verlangt wird um auf dem riesigen Parkplatz parken zu dürfen. Wir hatten Sonntag und der Zulauf war morgens so gegen 10:00 Uhr schon recht hoch.

PKW-Parkplatz vorne am Strand, direkt hinter den zahlreichen Restaurants …
… unser LKWle musste ganz hinten parken

Da wir nicht den ganzen Tag bleiben wollten, hatte wir den Parkplatzwächter gefragt ob wir ohne zu bezahlen kurz parken dürften um den Strand anzusehen und es war OK.

Der Strand war wirklich sehr schön, aber das drumherum war nicht so nach unserem Geschmack. Da war ein paar Kilometer weiter, kurz vor Maceió, unser Plätzle für den Picknick-Stopp schon eher so wie wir es lieben.

Weitere 100 km weiter sind wir dann in die Rota Ecológica abgebogen.

Von den „unberührten Stränden“ war nichts zu sehen. Die Straße verlief mitten durch die Dörfchen oder an eingezäuntem Gelände von diversen Posadas vorbei. Dazu war auf der engen Straße viel los, denn es war ja Sonntag Nachmittag und die Rückreisewelle vom Strand hat schon eingesetzt.

Unser erste Versuch in Barra de Camaragibe an die „unberührten Strände“ zu kommen war auf Grund fehlender Parkmöglichkeit nicht von Erfolg gekrönt. Irgendwie hatten wir uns das hier ganz anders vorgestellt.

Also fuhren wir weiter und versuchten unser Glück in São Miguel dos Milagres.

Von dort ging es ungefähr 1 km, innerorts, eine kleine Stichstraße vor ans Meer und dann auf sandiger Piste am Meer entlang. Hier haben wir dann doch noch einen tollen Übernachtungsplatz gefunden.

Es war so ein bisschen wie Liebe auf den zweiten Blick, denn am Montag waren wir so gut wie alleine und genossen unseren schönen Platz für eine weitere Nacht.

Karibik feeling

Am Horizont kann man die Riffkante des vorgelagerten Riffs erkennen. Die Attraktion hier sind die „natural pools“ die sich bei Ebbe bilden. Mit den vielen bunten Schiffchen kann man sich von den Fischern dort hinfahren lassen um dort zu schwimmen und zu schnorcheln.

In São Miguel dos Milagres gibt es zwei Quellen die für die Trinkwasser entnahme aufbereitet wurden. Die eine Quelle im Ort war mit unserem WoMo schwierig anzufahren, aber die Quelle am Ortsausgang war perfekt.

Auf Grund des geringen Wasserdrucks mussten wir ein bisschen improvisieren. Nur mit Gieskanne 200 Liter zu füllen war nicht die Lösung 🙈 aber wir haben zum Glück noch eine Pumpe um Wasser in den Tank zu pumpen. So füllten wir den Wassereimer gleichzeitig mit Schlauch und Gieskanne und von dort ging es dann in den Wassertank.

Im nächsten Ort Tatuamunha, mündet der Rio Tatuamunha ins Meer und in diesem Fluss sollen Seekühe (Manatees) leben. Eine organisierte Tour hätten wir im voraus buchen müssen, so fuhren wir für unseren Frühstücksstopp am Fluss entlang zu einem Parkplatz und hofften, dass vielleicht eine Seekuh vorbei geschwommen käme. Das Wasser des Rios war leider nicht so klar, dass wir auf die Entfernung welche hätten sehen können 🤗.

wo sind die Seekühe (auf portugisisch Peixe Boi)?

Am Ende der Rota Ecológica, im Örtchen Porto de Pedras hätte es eine Fährverbindung gegeben um weiter an der Küste entlang zu fahren.

Leider wollte die Fähre unser kleines LKWle nicht mitnehmen 😬. Die Fähre hätte uns wohl schon getragen, aber der Fährmann hatte Angst dass seine Holz-Rampe durch uns kaputt gehen könnte.

die Fähre wollte uns nicht mitnehmen 😐

So sind wir halt anstatt 9 km auf direktem Weg, 45 km durchs Landesinnere gefahren.

100 km weiter an der Küste entlang nach Norden, in der Zwischenzeit im Bundesstaat Pernambuco angekommen, hatten wir die Wahl zwischen dem „bekanntesten Badeort des Landes: Porto de Galinhas“ oder dem „entspannten Surfer-Ort Maracaipe“ (Zitat aus unserem Reiseführer). Wir entschieden uns für Maracaipe, da wir dort ortsnah in strandnähe parken konnten.

Perfekter Platz …
… mit schönem Blick …
… in direkter Nachbarschaft von „Dauercampern“ ….
… und Unterhaltungsprogramm. Beliebte Buggy-Sandpiste zwischen Porto de Galinhas und Maracaipe, vor allem zum Sonnenuntergang.
Viel Gastronomie gab es nicht im Ort, aber das von uns gewählte war sehr lecker. Hier nur der Ausblick, leider kein Foto vom Restaurant 🙈

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