Pipa, die Dünen um Natal, Maracajaú bis zum Anfang der BR-101

03.05.2024 bis 08.05.2024

Praia da Pipa, eigentlich ursprünglich ein kleiner Fischerort der in den 80er-Jahre von Sufern und Hippies entdeckt wurde, ist jetzt touristisch voll erschloßen und gehört zu den berühmtesten Urlaubszielen im Norden von Brasilien. Dementsprechend war im Ort kein Platz für unser LKWle 😐.

Direkt an Strand fahren war auch nicht möglich, da Pipa sowie das Umland an einer Steilküste liegt. So fanden wir unseren Parkplatz auf den roten Klippen, hoch über dem Praia da Cancela, etwas außerhalb vom Örtchen.

Eine steile Treppe führte von oben runter ans Meer, so dass wir exclusiven Meerzugang hatten, denn außer einem Hotel (weshalb es vermutlich die Treppe gab) war sonst nichts und fast niemand 🤗.

Bei Ebbe sind wir am Strand der Küste entlang, bis auf die andere Seite des Orts zum Praia do Amor spaziert bzw. über die Felsen geklettert.

Dort ging es eine fast genau so steile Treppe wieder hoch in Ort.

Wenn man noch weiter spazieren würde, kommt man an den Praia dos Golfinhos, der berühmt dafür ist, dass man dort Delfine sehen kann. Das war uns zu weit und wir sind dann doch noch mit dem Fahrzeug hingefahren. Auch dort geht´s zuerst eine Steile Treppe runter. Und tatsächlich ist dort ein Delfin im Wasser unterwegs gewesen. So dicht am Strand entlang, dass man ihn beim Baden fast berühren hätte können.

In der Zwischenzeit sind wir mit Pipa im Bundesstaat Rio Grande do Sul angekommen, dessen Hauptstadt Natal ist. Das Gebiet nördlich von Natal ist bekannt für ausgedehnte Dünenlandschaften und darauf freuten wir uns schon.

Zunächst ging es aber über die Via Costeira an der Stadt-Düne vor Natal am Meer entlang. Da mal wieder Wochenende war, waren die Stadt-Strände gut besucht, auch wenn das Wetter etwas trübe war.

Pinheiros-Park im Hintergrund die Skyline von Ponta Negra (Natal)

Über die große Brücke Ponte Newton Navarro ging es aus Natal wieder raus und in die großen Dünen u. A. die Düne von Genipapu, durch die man entweder per Buggy chauffiert wird oder auf importierten Dromedaren reiten darf.

Naja, war jetzt nicht unbedingt dass was wir in den Dünen machen wollten. Wir haben was besseres gefunden! Eine Düne mit Lagune die auch noch ein paar Attraktionen zu bieten hatte, die Lagoa de Jacuma 🤗

Die Attraktionen lauten Bóia, Aerobunda oder Kamikase 😂.

Dabei ist Bóia, mit einem aufgeblasenen Reifen die blaue Plane runter ins Wasser. Aerobunda ist bei uns als Zipline bekannt. Bei Kamikase geht es dann auf einem Bodyboard Kopf voraus die Düne runter ins Wasser.

Und zu den Attraktionen wird man ganz bequem im „Sessellift“ die Düne hochgezogen.

Ich dacht Timo kommt die blaue Rutsche runter aber plötzlich ist er am Seil hängend die Düne runtergerauscht, so schnell war ich dann nicht mit meiner Kamera 😂.

Video: ist aber nicht Timo 🤗
zum Abschluß des Tages noch lecker Fisch essen

Unser nächstes Ziel war Maracajaú, ein kleines Fischerdorf bekannt für seine 7 km vor der Küste liegenden Korallenriffe.

Nach Maracajaú sind wir nicht zufällig hingeraten, sondern wurden von einer Reisebekanntschaft, die wir in Uruguay gemacht haben, eingeladen. Eigentlich wollten wir nur kurz vorbei fahren und Hallo sagen, aber unsere Reisebekanntschaft war gar nicht da. Trotzdem wurde uns das Haus zur Verfügung gestellt und wir sind für 3 Tage aus unserem LKWle ausgezogen.

In Maracajaú leben noch ein paar weitere Europäer, so ist z.B. Pascal gerade dabei eine Kite-Surf-Station (Kite Surf Oasis) aufzubauen. Angeblich soll Maracajaú ein sehr guter Kite-Spot sein, da es ganzjährig guten Wind hat. Halt nicht in den 3 Tagen die wir da waren 🤗. So warteten auch Birgit und Hannes aus Deutschland, im Urlaub in Maracajaú, auf Wind zum Kite-Surfen. Wir hatten die Beiden zufällig auf dem „nach Hause Weg“ vom Abendessen am Strand kennengelernt.

Camarão (Shrimps) Piracambu in einer Ananas serviert! Sensationell !

Da wir sowieso (noch) nicht Kite-Surfen können war uns der Wind egal und wir haben uns lieber in den großen Wanderdünen, die das Örtchen umgeben, vergnügt. Wir durften das Quad benutzen und haben damit natürlich ausgiebig die Umgebung und die Dünen erkundet.

Video

In Maracajáu hätten wir es noch länger aushalten können, aber leider haben wir nur ein 90 Tage-Touristen-Visa für Brasilien und es gibt doch noch soooo viel anzuschauen.

Knapp 2/3 unserer 90 Tage sind schon um, jetzt heißt es Gas geben, denn wir sind immer noch über 1.000 km von unserem selbst gesteckten Ziel entfernt. Also ging es wieder weiter an der Küste entlang, noch immer nach Norden.

Das Gebiet um Touros kann gleich mit 2 „Highlights“ aufwarten.

Zum einen steht da, mit 62 m der höchste Leuchtturm Brasiliens an der Ponta de Calcanhar, wo die brasilianische Küste einen rechten Winkel bildet. Auch bekannt als „Esquina do Continente“ (Ecke des Kontinents).

leider kann der Leuchturm seit Corona nicht mehr besichtigt werden

Zum anderen beginnt hier die BR-101, die mit 4.765 km längste Fernstraße Brasiliens von Rio Grande do Norte nach Rio Grande do Sul.

Wahnsinn, wenn man das so auf der Landkarte sieht. Auch wenn wir nicht durchgängig auf der BR-101 unterwegs waren und bei dieser Reise erst unterhalb von Rio de Janeiro an die Küste gekommen sind, so haben wir doch einen großen Teil davon schon abgefahren.

Zum Übernachten sind wir noch 30 km weiter an den riesigen Sandstrand von Sao Miguel do Gostoso gefahren.

Nachdem wir jetzt auf der Nordseite von Brasilien sind gibt es jetzt auch mal wieder Sonnenuntergänge über dem Meer zu sehen.

Zum Abendessen gabs dann frische Hummerschwänze, frisch filetiert, direkt vom Fischer aus Maracajaú 😋.

phänomenal, 1/2 kg Hummerschwänze für knappe 6 €
gebratener Hummer nach Hensslers schnelle Nummer 😋

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