14.05.2024 bis 17.05.2024
Mit Lençóis Maranhenses haben wir unser nördlichstes „muss man gesehen haben“-Ziel erreicht. So stellte sich uns jetzt die Frage auf welchem Weg oder mit wieviel Umweg, wir die ungefähr 4.000 km zurück nach Paraguay fahren wollen.
Unsere erste Etappe auf dem Rückweg soll der Jalapão (Nationalpark) sein. Viele Reisende die wir unterwegs getroffen haben hatten leuchtende Augen wenn Sie uns davon erzählten. Auf direktem Weg „nur“ 1.487 km, die schnellere Variante mit 1.573 km ein bisschen länger. Oder vielleicht doch noch bis Sao Luis? Sind ja nur 200 km Umweg 🤗. (An den Amazonas nach Belém von Sao Luis aus dann nochmal 600 km oneway 🙈).

Letztendlich haben wir uns für die schnellere (dunkelblaue) Variante entschieden, da uns Rafael (ihr erinnert Euch, der Tourismus-Professor aus Penedo) den Nationalpark Serra da Capivara sowie die Cânions do Viana empfohlen hat. Aber auch bis dort hin sind es noch 1.000 km, also 2 Fahrtage für uns.
Zurück ging es zu Beginn auf gleicher Straße die wir auch auf dem Hinweg gefahren sind. Wieder vorbei an Pequenos Lençóis Maranhenses waren wir der Meinung gelesen zu haben, dass wir da mit unserem Womo noch durch die Dünen cruisen dürfen. Aber wo ist die Einfahrt?

Kurz vor Paulino Neves war ein Wegweiser zum Praia do Barro Vermelho und zu einer Lagoa ausgeschildert. Die Piste sah sehr gepflegt aus, was nicht unbedingt für ein Fahrt durch die Dünen deutete, aber wir waren neugierig und sind links abgebogen.

Die Piste führte um die Dünen herum bis wir vor einem bewachten Tor standen 🤔.

Der Wegweiser war eindeutig, zum Praia do Barro Vermelho geht es durch den ziemlich neuen gigantischen Windpark. Unser WoMo wurde registriert und uns der Weg erklärt und dann durften wir weiter fahren.
So richtig einladend sah es an dem langen einsamen vom Wind „geföhnten“ Strand nicht aus.

Nach einem kurzen Fotostopp sind wir wieder zurück gefahren.


Auf dem Rückweg haben wir dann den winzigen Wegweiser zur Lagoa entdeckten. Zeit für einen Mittagssnack in idylischerer Umgebung?

Dieses Plätzchen wäre auch ein Top Übernachtungsplatz gewesen, aber noch früh am Mittag hatten wir ja erst 35 km von den 1.000 vor uns liegenden Kilometer hinter uns gebracht. Wenn wir in dieser Geschwindigkeit weiter fahren dann brauchen wir viel, viel, viel mehr Zeit als die verbleibenden 24 Tage bis zum Ablauf unseres Visums 😐.
Also ging es weiter und auch für die nächsten 40 km der MA-034 brauchten wir sehr viel Zeit, denn die Straße – obwohl geteert – war in desolatem Zustand und Bestand nur aus Schlaglöchern. Das war bis zu diesem Zeitpunkt definitiv die schlechteste Straße die wir in Brasilien gefahren sind.


So ab 16:00 Uhr beginnen wir meistens, wenn wir kein bestimmtes Ziel haben, nach passenden Übernachtungs-Spots ausschau zu halten. IOverlander (unsere ReiseApp) hatte außer Tankstellen, auf die wir keine Lust hatten zum Übernachten, nichts im Angebot. So sichteten wir mit Hilfe dem Satelliten-Modus von Google Maps nach Freiflächen und Einfahrten die nicht unbedingt in einer Siedlung enden.
Die gesichtete vielversprechende Freifläche entpuppte sich dann als Müllkippe 😂 aber ein paar hundert Meter weiter wartete dann doch noch ein idylisches Plätzchen auf uns.

Nach einer ruhigen Nacht ging es weiter zum Frühstücken in die Hauptstadt des Bundesstaats von Piaui: Teresina. Der einzigen Hauptstadt in Nordostbrasilien welche nicht an der Küste liegt. Teresina gilt als die „Grüne Stadt“ auf Grund der vielen Parks und Grünanlagen im Stadtgebiet. Unser Ziel war jedoch die Brücke Ponte Estaiada, 2010 eingeweiht, weltweit eine der wenigen Brücken mit Aussichtsplattform in einem Brückenpfeiler.

Nach dem Frühstück am Parkplatz spazierten wir los zur Besichtigung.


Die Auffahrt erfolgt im gläsernen Fahrstuhl, 95 Meter hoch bis zur 360-Grad-Aussichtsplattform.





Wieder unten ging es dann weiter mit fahren. Nochmal ungefähr 600 km ohne interessante Sehenswürdigkeiten. Also brauchten wir nochmal einen Übernachtungsstopp.

Auf dieser Strecke hatten wir schon fast die Befürchtung doch noch auf einer Tankstelle zu enden, da fast alle Einfahrten in Grundstücke neben der Straße mit einem Tor geschlossen waren. Aber kurz vor Sonnenuntergang, hatten wir zufällig doch noch eine unverschlossene Einfahrt gefunden.

Am nächsten Tag kurz vor Bom Jesus gab es dann doch noch etwas zu besichtigen. Poço Violeto, ein Brunnen aus dem bestens temperiertes Mineralwasser sprudelt.


Und falls Ihr Euch wundern solltet warum wir nichts vom Nationalpark Serra da Capivara schreiben – wir waren des Fahrens müde und hatten keine Lust mehr auf einen weiteren Umweg.

In Bom Jesus angekommen ging es ans Einkaufen um die Vorräte aufzufüllen sowie ans Tanken um für unser nächstes Abenteuer gut gerüstet zu sein. Denn nach den administrativen Tätigkeiten ging es ein paar Kilometer wieder zurück bei der Universität rechts ab um nach 34 km Piste in die Cânions do Viana abzutauchen.

Durch die Canyons führt eine ca. 80 km lange Sandpiste durch privates Weideland. Touristisch noch in den Kinderschuhen, aber immerhin doch schon so gut erschlossen, dass die meisten Weideabschnitte über Kuh-Gitter-Rampen durchfahren werden konnten. Aber bei der einen oder anderen Rampe trauten wir uns nicht drüber zu fahren oder wir passten nicht durch. Also doch wieder Weidetore auf- und zumachen 😅.


Wir waren ziemlich alleine unterwegs und fasziniert von den Felsformationen die nach jeder Biegung noch spektakulärer wurden.

Kurz vor Sonnenuntergang haben wir in einer kleinen Ausbuchtung unseren Übernachtungsplatz bezogen, denn das Sahnestückchen des Canyons wollten wir uns für den nächsten Tag aufheben.

Am nächsten Tage sind wir dann noch ein paar Kilometer weiter in die Canyons reingefahren, denn die Schlucht wurde noch enger und spektakulärer. Zeit um die Drohne auszupacken und euch mitzunehmen.




Der ganze Hin- und Rückweg durch die Schlucht mit Fotostopps und Drohnenaufnahmen hat dann doch den ganzen Tag in Anspruch genommen so dass wir nochmal eine Nacht in wunderschöner Umgebung, kurz vor der Ausfahrtsrampe übernachtet haben.

Hallo Timoich schaue soeben die bunten Felswände an, das ist ja eine Iolle Farbenpracht.,was für ein Naturspiel, auch die kleinen Felsbewohner es ist einfacher bestaunen .ich wünsche euch weiter viel Glücku gute Reise bleibt Gesund eure Mutter ,viele Grüße von Agnes,
Von meinem iPad gesendet
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