30.05.2024 bis 03.06.2024
Für brasilianische Verhältnisse liegt Brasilia gleich um die Ecke von Chapada dos Veadeiros, also nur um die 250 km weiter Richtung Süden.
Brasília, entstanden auf dem Reißbrett, am 21.04.1960 offiziell eingeweiht und 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Modern und Großartig sollte sie sein, die neue Hauptstadt. Ok, mehr als 60 Jahre später vielleicht nicht mehr so zeitgemäß aber wir waren neugierig was der Architekt Herr Niemeyer, der in Brasilien an vielen Stellen seine Spuren hinterlassen hat, so hingezaubert hatte.
Von Norden kommend begrüßte uns schon das neuste und auch letzte Bauwerk von Oscar Niemeyer der Torre de TV Digital de Brasília, auf deutsch: der neue Fernsehturm. Eingeweiht 2012, in dem Jahr in dem Oscar Niemeyer auch mit fast 105 (!) Jahren gestorben ist.
Mit dem Aufzug ging es hoch in das Aussichtsstockwerk, aus dessen Bullaugen man eine weite Sicht über Brasilia genießen konnte.


Danach steuerten wir unseren Übernachtungsplatz bei der Concha Acústica am Lago Paranoá an. Hier hat sich so eine Art Camperstellplatz etabliert und wir waren nicht Alleine 😁.
Ausgeruht haben wir uns am nächsten Morgen zur Stadtbesichtigung auf den Weg gemacht.
Aus der Vogelperspektive sieht die Kernstadt (Plano Piloto) wie ein Flugzeug aus. Der Rumpf bildet die Zentralachse (Eixo Monumental) mit den Ministerien an der Explanada de los ministerios links und rechts davon. Die Tragflächen links (Asa Norte) und rechts (Asa Sul) sind die Wohngebiete.

Wir starteten unsere Besichtigung relativ zentral an der höchstgelegensten Stelle der Monumentalachse, dem alten Fernsehturm, von dessen Besucherplattform man einen schönen Überblick bekommt.


Brasilia ist sooooo weitläufig, dass zwischen dem Fernsehturm und dem Praça dos Três Poderes, dessen Türme im Bild oben ganz am Ende zu erkennen sind, ungefähr 5 Km liegen. Wir haben uns daher entschieden die Stadtbesichtigung mit unserem LKWle zu machen, denn Parken ist in Brasilia überhaupt kein Problem 🤗

Ausgehend vom Fernsehturm schließt sich dann das Museu Nacional da Republica, eine große weiße Kuppel mit zwei äußeren Rampen an.


Direkt im Anschluss dann die 40 Meter hohe Catedral Metropolitana, die wohl größte Sehenswürdigkeit in Brasília. Gebaut wurde die Kathedrale zwischen 1956 und 1970.


Weiter den Eixo Monumental hinab liegt am Ende der Esplanada dos Ministérios der Palácio Itamaraty, das Außenministerium.

Hier konnten wir uns spontan für eine kostenlose englischsprachige Führung durch das Außenministerium anmelden.

Nach der Anmeldungsprozedur betritt man einen der größten Säle der Welt ohne Stützen, in dessen Mitte eine geländerlose Wendeltreppe in den ersten Stock führt.

Die Räume im ersten Stock dienen hauptsächlich als Repräsentationsfläche für die ausländischen Staatsoberhäupter und andere Würdenträger die im Außenministerium empfangen werden und sind voll mit Gemälden, Teppichen, Plastiken und Möbel die entweder Gastgeschenke waren oder Brasilien repräsentieren sollen.




Gegenüber des Palácio Itamaraty ist dann das Justizministerium (Palácio da Justiça) an dessen Fassade Wasserfälle aus Betonwannen in einen künstlichen See plätschern.

Die Eixo Monumental endet am Praça dos Três Poderes, dem Platz der drei Gewalten: Parlament (Congresso Nacional), Justiz (Supremo Tribunal Federal) und Regierung (Palácio do Planalto).


Ganz am Ende des Platzes ist noch das Panteão da Pátria, ein Museum zur Ehrung der Nationalhelden.



Am anderen Ende der Eixo Monumental (also am Heckflügel :-)) befindet sich dann noch das Memorial JK.

Die Initialen JK stehen für Juscelino Kubitschek, Präsident und Gründer der Hauptstadt Brasilias.
Ebenfalls wurde ein futuristische Brücke nach JK benannt, die Ponte JK.

Die Brücke verbindet den zentralen Teil mit dem südlichen Teil von Brasilia. Auf der Südseite des Lago Paranoá befindet sich auch Pontão do Lago Sul, eine Ausgehmeile mit schöner Promenade und Restaurants. Vor dort kann man auch zum Sonnenuntergang Schiffsausflüge machen.


Wir sind zum Sonnenuntergang wieder zurück an unsere „Homebase“.

Brasilia hat für uns keine Kosten und Mühen gescheut und uns auch noch ein kostenloses Konzert in der Concha Acústica (der Konzert-Muschel) organisiert 😜.

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Wir hatten noch 6 Tage bis unser Visum abläuft und wir aus Brasilien ausreisen mussten. Es wird also noch ein Blog in diesem Format, mit einer spannenden Geschichte dazu geben.
Da Blog-schreiben in dieser Form sehr zeitintensiv ist, haben wir uns für die danach folgenden Berichte, für ein anderes Medium entschieden um Beiträge für uns einfacher verfassen zu können. Ihr könnt uns wenn ihr wollt zukünftig auf FindPenguins folgen, entweder per App (komfortabler) oder im Browser unter folgendem Link.
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